Hallo zusammen,
wir sind gerade mitten im Neubau und ich plane von Anfang an eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe einzubauen. Hauptgrund: Die Kühlfunktion im Sommer interessiert mich fast noch mehr als das Heizen – bei den Temperaturen die wir gerade haben (sitze hier und schwitze) wird mir das nochmal deutlich bewusst.
Nun stehe ich vor der Frage wie ich die Brunnenbohrung am besten organisiere. Ich habe von Bekannten gehört, dass man das selbst beauftragen kann – also unabhängig vom Wärmepumpen-Installateur einen Brunnenbauer direkt anfragen. Aber ich blicke noch nicht ganz durch was das kostet und vor allem welche Genehmigungen ich brauche.
Ein paar konkrete Fragen dazu:
- Muss ich die Bohrung beim Wasserwirtschaftsamt oder Umweltamt beantragen? Gilt das bundesweit einheitlich oder ist das Ländersache?
- Wie lange dauern solche Genehmigungsverfahren üblicherweise? Unser Zeitplan ist eng.
- Grobe Kostenorientierung für Saug- UND Schluckbrunnen zusammen bei ca. 8-10m Tiefe wäre super.
- Lohnt es sich den Brunnenbauer separat zu beauftragen oder besser alles aus einer Hand über den WP-Installateur laufen lassen?
Wir bauen ein Einfamilienhaus, Grundstück ca. 700qm, Grundwasser soll laut Hydrogeologie in der Region bei 5-7m liegen.
Freue mich über alle Erfahrungen – bin nach langer Pause frisch hier im Forum und nehme jeden Tipp dankbar an!
Viele Grüße,
Ralf
Zum Thema Kühlung im Sommer: Das ist bei W/W tatsächlich ein riesen Vorteil gegenüber Luft-WP, das Grundwasser hat ja quasi konstant ~10°C. Ich teste gerade die passive Kühlung über meine Fußbodenheizung und selbst bei Luft-WP ist das schon nett – bei W/W mit direktem Grundwasserzugriff wird das nochmal deutlich effektiver. Da hast du die richtige Wahl getroffen für den Neubau.