Moin zusammen,
jetzt wo der Sommer läuft und ich die Kühlfunktion meiner Luft-Wasser-WP endlich ernsthaft teste, merke ich wie sehr mich die fehlende Automatisierung nervt. Ich steuere gerade noch alles manuell – Betriebsmodus wechseln, Vorlauftemperatur anpassen, nachts auf Kühlen umschalten. Das kann auf Dauer kein Dauerzustand sein.
Nun frage ich mich ernsthaft: Welche Smart-Home-Zentrale ist wirklich in der Lage, eine WP zuverlässig zu steuern – nicht nur "irgendwie" zu integrieren, sondern tatsächlich Modus-Wechsel, Zeitpläne und idealerweise Soll-Temperaturen durchzuschieben?
Ich habe mich ein bisschen durch Foren gewühlt und sehe immer wieder iHome, Home Assistant, Homematic IP und openHAB auftauchen. Aber die Erfahrungsberichte sind oft recht oberflächlich: "Läuft super!" – ja, was läuft super? Nur An/Aus? Oder echte Parameterkontrolle?
Was mich konkret interessiert:
- Wer hat praktische Erfahrung mit Steuerung über eine Zentrale (nicht nur Schalten)?
- Wie stabil läuft das im Alltag, also nicht beim Ersteinrichten sondern nach 6-12 Monaten?
- Gibt es bei Systemen Unterschiede je nach WP-Hersteller (Daikin, Vaillant, Nibe, etc.)?
Mein Hintergedanke: Wenn die JAZ-Werte schon hinter den Prospektversprechen zurückbleiben, dann möchte ich zumindest durch saubere Automatisierung das Maximum rausholen. Hersteller-App alleine reicht mir dafür nicht.
Torsten
Kurze Ergänzung dazu: Wer wirklich Parameterkontrolle und Stabilität will, kommt an einer Modbus-Anbindung kaum vorbei – das ist herstellerunabhängig, robust und lässt sich mit Home Assistant oder openHAB sauber auslesen und schreiben. Hab das im Kontext Lastverschiebung schon mal angerissen. Der Aufwand beim Einrichten ist real, aber danach läuft es bei mir seit über einem Jahr ohne Probleme – und ich sehe jeden Messwert den ich brauche.
Ich verfolge das Thema gerade auch intensiv, weil ich für mein saniertes EFH genau das plane. Hab mich hier schon mal zur Effizienz im Sommer ausgetauscht.
Nach allem was ich bisher gelesen und verglichen habe, scheint Home Assistant für technisch versierte Nutzer tatsächlich die flexibelste Lösung zu sein – aber Marcus' Punkt zur Wartung ist berechtigt. Mir wurde von einem Heizungsbauer auch gesagt, dass viele seiner Kunden nach einem Jahr wieder auf die Hersteller-App zurückfallen, weil Home Assistant-Updates die WP-Integration zerschossen haben.
Für mich persönlich tendiere ich aktuell zu einer Lösung die nah am Hersteller bleibt, also z.B. Nibe Uplink oder ähnliche herstellereigene Clouds, und Smart Home nur für die "drumherum"-Automatisierung (Rollläden, Licht) nutze. Ob das sinnvoll ist oder ich damit Effizienzpotenzial liegen lasse, weiß ich noch nicht so genau.