Ich komm von der Erdwärme-Seite und hab mit Batteriespeichern ehrlich gesagt noch kaum direkte Berührungspunkte, arbeite mich da auch gerade neu ein.
Einen Punkt will ich aber einwerfen der vielleicht unterbewertet wird: Wenn du eh eine Hybridlösung planst (WP + Gas), dann ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung für den Speicher nochmal anders als bei reiner WP. Im Winter wenn Gas übernimmt, nutzt du den Speicher für allgemeinen Haushaltsstrom, nicht für die Heizlast – das ist dann eher ein Standard-PV-Speicher-Case. Ob sich das dann rechnet hängt stark von eurem Gesamtstromverbrauch und der PV-Größe ab.
Ich hab letzt bei Sole-WP Stromverbrauch im Sommer was gelesen das in eine ähnliche Richtung geht, auch wenn das ne andere Systemkonstellation ist.
Zur Wartungsfrage kurz meine Einschätzung nach etwas Recherche: Firmware-Updates sind das A und O, hab von Fällen gehört wo Zellmanagementsysteme nach Jahren einfach nicht mehr optimal arbeiteten weil seit Inbetriebnahme nie ein Update eingespielt wurde. Das ist eigentlich der wichtigste "Wartungs"-Punkt.
Was die JAZ-Relevanz angeht (ich schau bei allem erstmal auf die Effizienzseite): Ein Speicher verändert ja auch indirekt die Betriebszeiten der Wärmepumpe, weil du mehr Eigenverbrauch hast und die WP gezielter zu optimalen Zeiten laufen lassen kannst. Das kann sich leicht positiv auf die Jahresarbeitszahl auswirken, wenn man das intelligent steuert. Allerdings – und das ist mein Vorbehalt – sind die konkreten Gewinne in der Praxis oft kleiner als die Planungstools versprechen. Ich bin seit meiner Forumspause skeptisch gegenüber zu optimistischen Prognosen geworden.
Für einen Neubau würde ich aber grundsätzlich trotzdem die Vorinstallation zumindest vorsehen, auch wenn man nicht sofort kauft.