Moin,
also ich komm ja hauptsächlich aus der Sole-Wasser und Wasser-Wasser Ecke, aber das Thema kenn ich gut. Bei Erdwärme ist eine falsche Heizlastberechnung besonders brutal – zu klein gerechnet und die Sonde ist nach ein paar Jahren ausgekühlt, das kriegste kaum noch repariert ohne Neubau der Bohrung.
Ich sag mal so: Ein Ingenieur der rechnen kann ist dem durchschnittlichen Heizungsbauer bei sowas meistens haushoch überlegen, ehrlich gesagt. Die Frage ist eher, ob man alle Eingangsgrößen wirklich kennt – U-Werte von alten Außenwänden, Fenster-g-Werte, Infiltration. Das sind die wunden Punkte im Altbau. Ich hab bei einem kniffligen Projekt mal Thermografie im Winter gemacht um die echten Wärmebrücken zu finden, das hat die Berechnung nochmal deutlich verändert.
Für die Förderung brauchst du eh einen Energieberater der unterschreibt, das ist dann sowieso eine externe Kontrolle. Aber inhaltlich – wer rechnen kann und die Eingangsgrößen kennt oder ermittelt, der macht das mindestens so gut wie die meisten Betriebe.
Ich bin zwar noch am Anfang (28, erstes Eigenheim, alles neu für mich), aber ich hab mich auch schon mit dem Thema beschäftigt, weil ich natürlich sparen möchte wo es geht.
Mein Eindruck nach viel Recherche und einigen Gesprächen: Die Heizlastberechnung ist wahrscheinlich der Bereich, wo man am wenigsten sparen sollte – also lieber richtig machen lassen oder zumindest von jemandem prüfen lassen der es wirklich kann. Ein zu groß ausgelegtes Gerät kostet einen jahrelang bares Geld durch schlechte Effizienz. Das hab ich auch schon im Altbau-Thread mitgenommen.
Für mich persönlich wäre die Eigenberechnung aktuell zu risikoreich – fehlt mir einfach das technische Fundament. Aber ich seh das bei jemandem wie Helmut natürlich komplett anders, der hat ja den Ingenieur-Hintergrund. Die Frage ist halt ob man die Eingangsgrößen für den Altbau wirklich kennt.