Moin zusammen, ich beschäftige mich seit längerem damit, ob nachträgliche Schallschutzmaßnahmen bei bereits installierten Luft-WP tatsächlich das bringen, was die Hersteller versprechen.
Bei mir läuft eine 4-Jahre-alte Anlage, und im Sommer – gerade jetzt – merke ich erst richtig, wie nervig das konstante Brummen ist. Meine JAZ-Messungen zeigen ja ohnehin, dass die Warmwasserbereitung mit dem E-Heizer erhebliche Stromfresser sind. Aber beim Schallschutz bin ich skeptisch: Werden die Dezibel-Reduktionen bei Schallschutzwänden oder Entkopplungsmaßnahmen überhaupt realistisch erreicht, oder ist das auch wieder so optimistische Theorie wie die ganzen Effizienzversprechen?
Ich überlege konkret zwischen:
1. Nachträgliche Schwingungsentkopplung des Geräts (Aufständerung mit Dämmelementen)
2. Schallschutzwand / -haube
3. Kombination aus beiden
Was habt ihr im Feld gemacht, und welche Maßnahme hat bei euch den größten messbaren Effekt gehabt? Interessiert mich besonders für realistische dB-Reduktionen, nicht Herstellerangaben.
Klaus, ich hab das bei mir vor etwa 5 Jahren gelöst und kann dir aus der Praxis berichten: Die Schwingungsentkopplung allein bringt bei mir vielleicht 2-3 dB, das ist ehrlich gesagt wenig. Die Schallschutzwand (bei mir eine einfache Steinwolle-Konstruktion mit Holzrahmen) hat deutlich mehr gebracht – ca. 6-8 dB im direkten Vergleich.
Meine Erkenntnis: Die Richtung, aus der der Schall kommt, ist entscheidend. Bei dir ist es der Nachbar oder dein eigener Garten, wo du sitzt? Danach sollte die Wand ausgerichtet sein. Kombiniert habe ich's später auch gemacht, aber den großen zusätzlichen Effekt merkt man nicht unbedingt.