Hallo zusammen,
ich plane für einen Kunden eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (12 kW) auf dem Flachdach zu installieren. Das Gebäude ist ein 3-stöckiges Mehrfamilienhaus mit direkten Nachbargebäuden in 8-10m Entfernung.
Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass Dachaufstellungen oft problematischer sind als gedacht - Körperschall überträgt sich aufs Gebäude und Luftschall breitet sich ungehindert aus. Die Standard-Schallwerte der WP liegen bei 58 dB(A) in 1m Abstand.
Meine Überlegungen bisher:
- Schwingungsdämpfer unter die WP (sowieso Standard)
- Zusätzliche Schallschutzwand um das Gerät
- Eventuell Schallabsorber an der Unterseite?
Was sind eure Erfahrungen mit Flachdach-Installationen? Welche zusätzlichen Maßnahmen habt ihr umgesetzt? Gerade jetzt im Sommer merkt man ja besonders, wenn nachts die WP für Kühlung läuft und die Leute bei offenem Fenster schlafen.
Bin für jeden praktischen Tipp dankbar - Theorie kenne ich, aber echte Praxiserfahrungen sind Gold wert.
Gruß
T.Weber
Hallo T.Weber,
aus meiner Sicht hast du schon die wichtigsten Punkte erkannt. Bei mir im Bekanntenkreis gab es vor 3 Jahren genau so einen Fall - Flachdach-WP und Ärger mit den Nachbarn.
Was dort zusätzlich geholfen hat: Sie haben nicht nur eine Schallschutzwand aufgestellt, sondern diese auch etwas höher gezogen als die WP selbst. Wichtig war auch der Abstand zur Wand - mindestens 80cm, sonst gibt's Reflexionen die alles noch schlimmer machen.
Der Punkt mit den Schallabsorbern an der Unterseite ist interessant, aber ehrlich gesagt würde ich da eher über eine komplette Körperschallentkopplung nachdenken. Die Schwingungsdämpfer allein reichen oft nicht aus - ein separates Fundament mit Trennschicht zum Dach wäre optimal.
Hast du schon mal über eine Erdwärmeanlage nachgedacht? Klar, ist aufwendiger und teurer, aber bei so einer heiklen Nachbarschaftssituation wäre das die sicherste Lösung. Meine Sole-WP hört man praktisch gar nicht, auch nachts im Kühlbetrieb.
Gruß
H.Weber