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PV-Anlage mit Wärmepumpe dimensionieren – wie rechnet ihr das?

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ThomasK89
Beiträge: 30
Themenstarter
(@thomask89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#137]

Hallo zusammen,

ich plane gerade die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und überlege parallel, ob eine PV-Anlage sinnvoll ist. Meine Frage ist weniger die klassische "Lohnt sich das?" sondern eher: Wie dimensioniert man die beiden Systeme sinnvoll aufeinander ab?

Ich bin im Bereich Anlagenmechanik tätig und kenne mich mit Heizlastberechnungen aus – bei der PV-Dimensionierung bin ich aber eher unsicher. Mein Einfamilienhaus (120m², Neubau) hat einen ermittelten Heizwärmebedarf von ca. 8 kW. Jetzt lese ich überall unterschiedliche Regeln: Manche sagen, die PV sollte 50% des Jahresstrombedarfs decken, andere rechnen nach Dachfläche, wieder andere nach dem Spitzenlastbedarf der WP.

Was macht bei euch in der Praxis Sinn? Habt ihr Erfahrungen mit der Kombination gemacht und könnt nachvollziehen, wie groß die PV-Anlage sein sollte, damit die Wärmepumpe im Sommer wirklich sinnvoll damit arbeitet? Und wie unterscheidet sich die Auslegung, wenn man auch die Kühlfunktion im Sommer nutzen will?

Freue mich über eure Erfahrungen und Messpunkte.


6 Antworten
WaermeFuchs88
Beiträge: 8
(@waermefuchs88)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Thomas, beim Altbau ist das nochmal anders, aber bei dir als Neubau: Der klassische Fehler ist, eine viel zu kleine PV zu nehmen und dann zu merken, dass man im Sommer nicht sinnvoll nutzen kann. Mein Tipp: Mindestens 1 kWp pro kW Heizlast einplanen, besser eher 1,5. Das ist natürlich überschlägig, aber bei dir wären das 12–15 kWp. Klingt viel? Ist aber der Preis für echten Eigenverbrauchsoptimierung gerade im Sommer.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel anzufragen und dann wirklich genau die Leistungen zu vergleichen. Nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf Gewährleistung und ob der Installateur in deiner Region gut erreichbar ist. Das hat mir am Anfang viel Ärger erspart! Angebot vergleichen für Wärmepumpen


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Helmut K.
Beiträge: 16
(@h-krause)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Wichtig ist, dass du nicht nur den Heizwärmebedarf, sondern den gesamten Haushaltsstromverbrauch betrachtest. Die WP läuft ja nicht nur im Winter. Ich würde empirisch vorgehen: Schau dir an, was ähnliche Häuser im Jahr verbrauchen – typisch sind 3000–4500 kWh bei einem Neubau mit WP und normalem Haushalt. Wenn du 50% davon mit PV deckst, landest du bei einer 5–8 kWp-Anlage. Das ist in der Praxis ein guter Mittelwert. Die genaue Verschaltung und Regelung solltest du aber mit dem Installateur klären – da gibt es verschiedene Ansätze je nach Batteriespeicher und Stromtarif.


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Stefan8915
Beiträge: 41
(@stefan8915)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Bei meiner Hybrid-Planung habe ich das Thema auch durchgekaut. Für die Kühlfunktion im Sommer ist PV natürlich ideal, weil der Stromertrag gerade dann am höchsten ist. Aber ehrlich gesagt: Die reale Ersparnis durch direkte PV-Nutzung im Sommer ist oft kleiner als gedacht, weil der Mittag-Peak nicht mit deinem Verbrauch deckt. Ohne Batterie wird es schwierig. Mit Batterie wird's teuer. Meine Empfehlung: Erst die WP richtig auslegen, dann schauen, ob PV wirtschaftlich passt – nicht umgekehrt.


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Stefan89
Beiträge: 43
(@stefan89)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich teste das bei mir gerade im dritten Jahr. Mein Rat: Nutze einen dynamischen Stromtarif (ab 2026 Standard) und nicht primär PV-Eigenverbrauch zum Optimieren. Die WP flexibel laden, wenn der Strom billig ist – das bringt oft mehr als auf die PV zu warten. Zur Dimensionierung: Ich rechne mit 4–6 kWp pro 100 m² Wohnfläche für realen Eigenverbrauch. Bei dir also ca. 5–7 kWp. Mehr nutzt du nicht sinnvoll, es sei denn, du planst später einen Speicher. Für die Kühlung im Sommer: Ja, die PV hilft, aber rechne realistisch – an heißen Tagen, wenn du kühlen willst, sind auch viele andere Haushalte aktiv, der Strompreis ist dann oft höher. Ich habe das hier ausführlicher geschrieben.


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