Hallo zusammen,
ich bin gerade in der intensiven Planungsphase für meinen Neubau und habe mich zwischen einer Hybrid-Wärmepumpe und klassischen Lösungen entschieden. Das System soll eine Luft-Wasser-WP mit Gastherme kombinieren und mit Fußbodenheizung arbeiten.
Jetzt bin ich bei der Installateursuche auf ein Problem gestoßen: Mein lokaler Gasinstallateur hat jahrelange Erfahrung mit Gasthermen, sagt aber, dass er für die Wärmepumpenseite einen Spezialisten hinzuziehen müsste. Gleichzeitig habe ich einen WP-Fachbetrieb gefunden, der behauptet, die komplette Hybridanlage alleine installieren zu können – inkl. Gaskessel-Integration.
Meine Frage: Gibt es da gesetzliche Vorgaben, wer was installieren darf? Kann wirklich ein reiner WP-Techniker auch Gasheizsysteme fachgerecht anschließen? Oder braucht man da spezielle Zertifikationen? Und vor allem: Wer haftet später, wenn was schiefgeht?
Ich möchte das richtig machen und keine Warranty-Probleme bekommen. Hat jemand von euch Erfahrung mit solchen "kompletten" Hybrid-Installationen durch einen einzelnen Betrieb gemacht?
Das ist eine berechtigte Frage, aber hier wird oft zu viel Unsicherheit geschürt. Rechtlich ist die Sache klar: Der Gaskessel-Anschluss fällt unter die TRGI 2018 und darf nur von jemandem erfolgen, der die G600-Ausbildung vorweisen kann – typischerweise Heizungsinstallateure oder Klempner mit entsprechender Zertifizierung. Die WP-Seite ist grundsätzlich nicht so streng reguliert, aber der komplette hydraulische Abgleich und die Integration beider Systeme sollte eine Person oder ein eng abgestimmtes Team übernehmen. Ich habe auch schon zu viele Projekte gesehen, wo zwei Betriebe sich die Verantwortung zugeschoben haben und die Heizlastberechnung hinten runter fällt. Mein Rat: Schreibt vertraglich fest, wer für welchen Bereich haftbar zeichnet.