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Hybrid-WP: App-Steuerung, Kühlung im Sommer – welche Hersteller überzeugen?

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TechNik_96
Beiträge: 29
Themenstarter
(@technik_96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#121]

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und beschäftige mich seit ein paar Wochen intensiv mit dem Thema Hybrid-Wärmepumpen. Bin absolut fasziniert davon, was technisch mittlerweile möglich ist – vor allem in Richtung Smart Home. Ich würde meine zukünftige Anlage gerne komplett in mein bestehendes System einbinden (aktuell nutze ich Homematic IP) und dabei möglichst viel automatisieren.

Jetzt wo es draußen über 30°C hat, frage ich mich natürlich auch: Lohnt sich die Kühlfunktion bei einer Hybrid-WP wirklich im Alltag? Ich meine aktive Kühlung, nicht nur diese passive Variante wo man einfach die Wärme aus dem Haus zieht. Wie viel bringt das tatsächlich an Komfort, und was kostet das an Strom? Ich wohne in einer Doppelhaushälfte aus den 90ern, Fußbodenheizung ist schon drin – das sollte ja für Flächenkühlung eigentlich gut sein oder?

Zur Herstellerwahl: Ich lese überall was von Viessmann, Vaillant, Bosch/Buderus und auch von Daikin oder Mitsubishi. Habt ihr konkrete Erfahrungen mit der App-Steuerung dieser Anbieter gemacht? Was funktioniert wirklich zuverlässig, was ist eher Marketingversprechen?

Mir ist bewusst dass ich als Neuling hier viele Fragen auf einmal stelle, aber ich wollte erstmal ein Gefühl dafür bekommen bevor ich Installateure anfrage. Freue mich über jeden Erfahrungsbericht!

Viele Grüße,
TechNik_96


5 Antworten
Frank M.
Beiträge: 11
(@kritiker_79)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich würde an deiner Stelle die Kühlfunktion nicht als Hauptargument für eine Herstellerwahl nehmen. Klingt erstmal toll, in der Praxis ist aktive Kühlung über FBH träge – bis das Haus reagiert sind Stunden vergangen. An einem heißen Julitag hilft dir das wenig wenn die Hitzewelle nachmittags ihren Höhepunkt erreicht.

Und zur App-Steuerung: Ich bin grundsätzlich skeptisch wenn Anlagensicherheit an einer Internetverbindung hängt. Was passiert wenn der Herstellerserver down ist oder die App nach ein paar Jahren nicht mehr supported wird? Das sind Fragen die sich kaum jemand vorher stellt. Ich hab das bei Wartungsintervallen ähnlich erlebt – Hersteller geben Empfehlungen raus die nicht immer technisch notwendig sind, aber Abhängigkeit erzeugen.

Das soll keine Abschreckung sein, nur ein Hinweis: Auch ohne App-Spielerei kann eine Hybridanlage sehr gut und effizient laufen. Manchmal ist weniger smarter als mehr.


Antwort
TechHybrid_78
Beiträge: 10
(@techhybrid_78)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kurze Ergänzung zur Herstellerfrage aus meiner Praxis: Ich betreibe seit drei Jahren eine Luft-Wasser-WP von Vaillant kombiniert mit einem Gasbrennwertkessel, also ein klassisches Hybrid-Setup. Die myVAILLANT-App hat sich in dieser Zeit ziemlich entwickelt – am Anfang war sie ehrlich gesagt mäßig, inzwischen kann man damit aber wirklich gut arbeiten. Zeitprogramme, Bivalenzpunkt manuell setzen, Warmwasserladung steuern – das klappt alles.

Für Homematic-Anbindung ist das aber trotzdem nicht ganz trivial. Ich hab das bei mir über einen Raspberry mit einem Vaillant-Plugin gelöst, was etwas Einarbeitungszeit kostet. Wer keine Lust auf Bastelei hat, fährt mit Herstellern besser, die nativ KNX oder ein offenes API anbieten.

Zur Kühlung: Bei Fußbodenheizung geht das wirklich angenehm. Ich selbst hab keine Kühlfunktion, aber Nachbarn mit ähnlicher Konstellation schwören drauf. Kondenswasserbildung im Estrich beachten – das ist der einzige Punkt der wirklich sorgfältig eingestellt sein muss.


Antwort
WernerPV_1951
Beiträge: 21
(@wernerpv_1951)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo TechNik_96,

zur Smart-Home-Anbindung kann ich ein bisschen was sagen. Ich selbst nutze eine Viessmann Vitodens in Kombination mit meiner PV-Anlage und steuere das über die ViCare-App. Die App ist solide, aber wer wirklich tief einsteigen will, braucht die API-Schnittstelle – da gibt es eine offene Dokumentation, über die sich auch Homematic-Systeme anbinden lassen, allerdings mit etwas Bastelaufwand.

Zur Kühlung über Fußbodenheizung: Das funktioniert prinzipiell gut, aber ich würde die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Du wirst keine 22°C im Hochsommer erreichen, aber eine spürbare Abkühlung um 3-4°C Raumtemperatur ist realistisch. Der Stromverbrauch hält sich dabei in Grenzen, weil die WP im Kühlbetrieb mit guten COP-Werten arbeitet.

Was mich an manchen Herstellern stört: Die App-Funktionen werden manchmal per Update deaktiviert oder hinter Bezahlschranken gesteckt. Das würde ich vor dem Kauf explizit beim Installateur nachfragen. Ich hab dazu auch mal was im Thread zu Hydraulikweiche oder Pufferspeicher geschrieben, falls dich die Systemintegration generell interessiert.


Antwort
WarmwasserMax47
Beiträge: 9
(@warmwassermax47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich bin selbst noch in der Planungsphase und kein Experte, aber das mit der Kühlfunktion hab ich mich auch gefragt. Ich komme ursprünglich aus der Öl-Heizungs-Welt und war erstaunt, dass eine Wärmepumpe das überhaupt kann.

Was ich bisher recherchiert habe: Bei der BEG-Förderung ist die Hybridlösung förderfähig, aber da gibts einige Bedingungen die man kennen sollte. Ich hab dazu auch schon in anderen Threads gefragt, z.B. hier: Warmwasser-WP + BEG: Welche Dokumente brauche ich wirklich? – vielleicht hilft dir das auch schon mal als Einstieg für die Planung.

Zum Herstellervergleich kann ich leider noch nichts sagen, bin gespannt was die Erfahreneren hier schreiben.


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