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Heizlast Reihenhaus ohne Pläne: Welche Methode passt zu PV + WP?

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Marco K.
Beiträge: 28
Themenstarter
(@marco98)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#208]

Hallo zusammen, ich bin Marco und plane gerade meine erste Wärmepumpe für unser Reihenhaus (ca. 130m², Baujahr 1985, teilweise gedämmt). Das Problem: Vom Vorbesitzer keine Baupläne vorhanden, der Energieausweis ist auch schon etwas älter.

Ich möchte die WP gerne später mit einer PV-Anlage kombinieren und habe überlegt, ob es Sinn macht, erst die Heizlast möglichst genau zu berechnen, bevor ich mich für einen Hersteller entscheide. Ein Fachbetrieb will mir 800€ für eine komplette DIN-Berechnung nehmen – das finde ich ehrlich gesagt ganz schön viel für den Anfang.

Wie gebt ihr das an? Macht es Sinn, selbst zu messen und zu rechnen, oder sollte ich lieber auf die Erfahrungswerte des Handwerkers vertrauen? Und spielt die Dimensionierung auch eine Rolle, wenn ich später mit PV fahren will und die WP öfter im Teil-Last-Bereich läuft?

Danke schon mal für eure Tipps!


4 Antworten
Rainer-Hoffmann
Beiträge: 0
(@rainer-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation und habe mir ein paar Grundwerte selbst zusammengetragen, bevor der Fachmann kam. U-Werte der Bauteile geschätzt, Fenster gezählt, Luftwechsel angenommen – das gibt dir schon einen groben Anhaltspunkt. Dann hat der Fachbetrieb was zum Abgleichen statt bei null anzufangen. Für dein Reihenhaus mit PV würde ich eher auf eine etwas kleinere WP setzen, die dann effizienter läuft. Zu groß ist wirklich das größere Problem bei der Kombination.


Antwort
Tim_1991
Beiträge: 39
(@tim_1991)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Also ich würde mir vorher auf jeden Fall online einen groben Überblick holen – die BAFA-Richtlinien zur Heizlast selbst durchlesen ist nicht so schwer. Dann hast du ein Gefühl dafür, wann dein Fachbetrieb was rechnet und kannst die Ergebnisse einordnen. Reihenhaus 1985 – ich würde mit so 8-12 kW rechnen, aber das ist echt sehr grob. Die genaue Berechnung ist für die Förderung sowieso nötig.


Antwort
WolframKeller
Beiträge: 0
(@wolframkeller)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Die 800€ mögen viel wirken, aber ohne genaue Heizlast wirst du später auch nicht sehen, welche WP-Größe wirklich Sinn macht. Meine Erfahrung: Wer hier spart, zahlt später doppelt – entweder zu große WP mit schlechtem COP, oder zu kleine, die permanent hochlaufen. Frag den Fachbetrieb vorher, ob er transparent aufschlüsselt, nach welcher Norm er rechnet und wie er fehlende Unterlagen handhabt. Das kann dir auch beim Finanzieren helfen.


Antwort
ThomasKeller
Beiträge: 0
(@thomaskeller)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Bei PV + WP ist die richtige Dimensionierung tatsächlich noch wichtiger als bei reiner Strombeziehung. Eine übergroße WP taktet zu viel, der Carnot-Wirkungsgrad sinkt unnötig. Schau dir mal die Temperaturhübe an – im Hybridmodus oder mit FBH kannst du oft mit weniger kW auskommen als eine klassische Berechnung suggeriert. Aber ohne Baupläne brauchst du definitiv eine strukturierte Schätzung, nicht nur Bauchgefühl.


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