Moin zusammen,
nach 15 Jahren bin ich wieder zurück und freue mich auf den Austausch mit euch! Ich plane den Umbau meines Altbaus (circa 160m², Baujahr 1972, teilweise saniert) auf Luft-Wasser-WP mit Fußbodenheizung.
Bevor ich einen Fachmann hole, möchte ich die Heizlast selbst überschlägig berechnen – teilweise aus Neugier, teilweise um die Angebote besser bewerten zu können. Ich habe mir mal ein paar Online-Rechner und die DIN EN 12831 angesehen und bin ehrlich gesagt verwirrt, wie unterschiedlich die Ergebnisse ausfallen.
Meine Frage: Welche Anfängerfehler machen Leute wie ich am häufigsten, wenn sie ohne Fachkenntnisse an die Heizlastberechnung gehen? Was übersieht man leicht beim Altbau? Und wo lohnt es sich, penibel zu sein – und wo ist eine grobe Schätzung ausreichend?
Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!
Sehr häufig wird beim Altbau die **Speichermasse der Wände unterschätzt** – alte Ziegelbauten speichern tagsüber Wärme ein, die nachts wieder abgegeben wird. Wenn du nach reiner DIN rechnest, landest du zu hoch.
Zwei konkrete Tipps für dein Setup mit FBH:
- Fußbodenheizung erlaubt 35–40°C Vorlauf, das reduziert deine erforderliche WP-Leistung deutlich gegenüber Heizkörpern.
- Bei Luft-WP in deiner Gegend (?) solltest du realistische JAZ-Werte verwenden – nicht die besten Laborgwerte, sondern eher 3,5–4,0 für deine Klimaregion.
Wirklich penibel sein lohnt sich bei Fenster und Dachkonstruktion – der Rest kannmal 10–15% Spielraum haben. Sag mir deine Postleitzahl und Baujahre der Sanierungen, dann kann ich dir konkrete U-Werte nennen.