Hey zusammen, ich bin gerade dabei, mein EFH mit WP und PV zu planen und bin auf ein Problem gestoßen, das mir niemand so richtig erklären kann.
Mein Heizlastgutachten sagt 8 kW Normheizlast, aber mehrere Installateure empfehlen mir 12 kW WP, "damit genug Reserve ist". Okay, verstanden. Aber dann lese ich überall, dass der reale Stromverbrauch im Winter deutlich unter den theoretischen Werten liegt und dass die Normheizlast nur unter ganz bestimmten Bedingungen (-12°C draußen, 20°C drinnen, etc.) auftritt.
Meine Frage: Wenn die Normheizlast nur an wenigen Tagen im Jahr relevant ist, warum wird dann überall so konservativ dimensioniert? Und vor allem: Kann ich irgendwie vorher schon einschätzen, wie groß der Unterschied zwischen Normheizlast und realem Verbrauch in meinem Fall sein wird? Das interessiert mich auch für die PV-Dimensionierung – wenn der reale Bedarf kleiner ist, könnte ich ja vielleicht auch sparen.
Danke für eure Erfahrungen!
Guter Punkt, aber hier lohnt sich ein kritischer Blick auf die ganzen Versprechungen drumherum. Die Normheizlast ist nicht einfach "unrealistisch" – sie ist eine Auslegungsgröße für die Komponenten. Wenn du mit 8 kW dimensionierst, muss die WP auch 8 kW liefern können, wenn es wirklich -12°C hat.
Aber ja, der reale Verbrauch ist meist deutlich niedriger, weil solche Extremtage selten sind und deine Gebäudehülle (bei Neubau) ja relativ dicht sein sollte. Das heißt aber nicht, dass du undersizing solltest – das ist ein häufiger Anfängerfehler.
Zum PV-Dimensionieren: Vergiss nicht, dass Heizung und Strom zwei völlig unterschiedliche Lastprofile haben. Im Winter (wenn du am meisten heizen musst) hast du die wenigste PV-Leistung. Da kannst du nicht einfach rechnen: "Weniger Heizlast = kleinere PV". Schau dir lieber ehrliche Erfahrungsberichte hier im Forum an, nicht die Marketing-Versprechungen. In meinem älteren Thread hab ich ein paar typische Anfängerfehler zusammengefasst.