Hallo zusammen, ich bin Marco und plane gerade meine erste Wärmepumpe für unser Reihenhaus (ca. 130m², Baujahr 1985, teilweise gedämmt). Das Problem: Vom Vorbesitzer keine Baupläne vorhanden, der Energieausweis ist auch schon etwas älter.
Ich möchte die WP gerne später mit einer PV-Anlage kombinieren und habe überlegt, ob es Sinn macht, erst die Heizlast möglichst genau zu berechnen, bevor ich mich für einen Hersteller entscheide. Ein Fachbetrieb will mir 800€ für eine komplette DIN-Berechnung nehmen – das finde ich ehrlich gesagt ganz schön viel für den Anfang.
Wie gebt ihr das an? Macht es Sinn, selbst zu messen und zu rechnen, oder sollte ich lieber auf die Erfahrungswerte des Handwerkers vertrauen? Und spielt die Dimensionierung auch eine Rolle, wenn ich später mit PV fahren will und die WP öfter im Teil-Last-Bereich läuft?
Danke schon mal für eure Tipps!
Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation und habe mir ein paar Grundwerte selbst zusammengetragen, bevor der Fachmann kam. U-Werte der Bauteile geschätzt, Fenster gezählt, Luftwechsel angenommen – das gibt dir schon einen groben Anhaltspunkt. Dann hat der Fachbetrieb was zum Abgleichen statt bei null anzufangen. Für dein Reihenhaus mit PV würde ich eher auf eine etwas kleinere WP setzen, die dann effizienter läuft. Zu groß ist wirklich das größere Problem bei der Kombination.
Also ich würde mir vorher auf jeden Fall online einen groben Überblick holen – die BAFA-Richtlinien zur Heizlast selbst durchlesen ist nicht so schwer. Dann hast du ein Gefühl dafür, wann dein Fachbetrieb was rechnet und kannst die Ergebnisse einordnen. Reihenhaus 1985 – ich würde mit so 8-12 kW rechnen, aber das ist echt sehr grob. Die genaue Berechnung ist für die Förderung sowieso nötig.