Hallo zusammen,
ich plane gerade einen Neubau und stoße überall auf die gleiche Aussage: Für Warmwasser brauchst du mindestens 55-60°C Vorlauftemperatur, sonst funktioniert deine Wärmepumpe nicht effizient. Aber ich bin da skeptisch.
Mein Frage: Gibt es da wirklich keine Alternativen? Ich habe gelesen, dass man mit einem Warmwasserspeicher und Legionellen-Zirkulation auch bei niedrigeren Temperaturen fahren kann – warum wird das nicht mehr gemacht? Die meisten Verkäufer sagen mir, das sei zu kompliziert, aber ich traue der Aussage nicht ganz.
Unser Haus wird KfW40-Standard mit Fußbodenheizung geplant. Die WP-Hersteller werben damit, dass niedrige Vorlauftemperaturen (35-40°C) die JAZ verbessern. Warum soll ich dann für Warmwasser wieder auf 60°C hochfahren und damit die Effizienz kaputt machen?
Hat jemand von euch praktische Erfahrungen gemacht, wie das wirklich läuft? Oder gibt es Systeme, die Warmwasser anders lösen, ohne die WP ständig hochzufahren?
Danke für ehrliche Antworten – keine Marketing-Versprechen!
Lieber Matthias,
genau deswegen beschäftige ich mich mit der BAFA-Förderung so intensiv, weil da auch Systemlösungen miteinander kombiniert werden können. Bei Neubau mit Fußbodenheizung und Warmwasserbereitung würde ich auf jeden Fall einen Fachplaner einbeziehen – nicht deinen üblichen Installateur, sondern jemanden, der die ganze Heizzentrale auslegt.
Mit Speicher + Zirkulation lässt sich das durchaus auch nachhaltig machen. Ich bin gerade dabei, meinen ersten Neubau zu planen und merke: Je detaillierter du fragst, desto besser werden die Lösungen. Hast du schon mit mehreren WP-Herstellern gesprochen? Die Unterschiede in den Speicher-Konzepten sind wirklich erheblich.
Welcher Standard wird dein KfW40 anstreben – Neubau oder Sanierung?