Hallo zusammen, nach längerer Pause bin ich zurück und planen gerade unseren Neubau (ca. 150 m², KfW-40-Standard). Wir werden definitiv eine Wärmepumpe einbauen und haben jetzt die Heizlastberechnung vom Planer bekommen.
Meine Frage: Der Planer schlägt eine Auslegung auf 35°C Vorlauftemperatur vor – das wäre ja optimal für den COP. Aber mein Nachbar meint, ich sollte besser auf 40°C dimensionieren, "damit es später flexibler ist". Ich verstehe die Logik nicht ganz.
Könnt ihr mir helfen zu verstehen: Wie seriös sind die unterschiedlichen Temperaturen wirklich? Gibt es da moderne Erkenntnisse, die ich noch nicht auf dem Schirm habe? Und wie dimensioniere ich die Anlage da sinnvoll – nehme ich die DIN 12098 als Basis oder gibt es was Neueres?
Freue mich auf sachliche Input, danke!
Bei uns (70er-Jahre-Haus, saniert) war das Thema Vorlauftemperatur anfangs auch strittig. Aber: Im Neubau ist das völlig anders! Ihr habt die Chance, von Anfang an niedrig zu fahren. Das spart dauerhaft Stromkosten. Mit FBH und guter Dämmung sind 35–38°C die richtige Größenordnung. Mein Rat: Lass den Planer die Heizlastberechnung nochmal detailliert erklären – dann wird dir klar, warum 40°C Overkill ist.
Das mit der "Flexibilität" höherer Temps hört man oft, aber das ist meiner Erfahrung nach Makulatur. Im Altbau (wo ich mich besser auskenne) führt Überdimensionierung nur zu Verschleiß und höheren Betriebskosten. Beim Neubau? Da würde ich es genauso sehen – die richtige Planung von Anfang an ist günstiger als nachträgliche Anpassungen. Vertrau deinem Planer, wenn er 35°C sagt und die Heizlast stimmt.