Hallo zusammen,
wir bauen gerade ein KfW40 Effizienzhaus (150 qm Wohnfläche) und stehen vor der Wärmepumpen-Auswahl. Der Energieberater hat eine Heizlast von ca. 6 kW ermittelt, aber ich bin mir unsicher welche WP-Größe wirklich optimal ist.
Einige Anbieter empfehlen 8 kW, andere sagen 10 kW wäre besser für den Warmwasser-Komfort. Ein Bekannter meint sogar, bei seinem KfW40 Haus reichen 6 kW völlig aus.
Was ist eure Erfahrung? Sollte ich eher knapp dimensionieren oder lieber etwas Reserve einplanen? Bei der aktuellen Hitze denke ich auch ans Kühlen - braucht man dafür mehr Leistung?
Ich tendiere zu einer Luft-Wasser-WP, bin aber noch unentschlossen zwischen verschiedenen Herstellern. Wichtig ist mir eine hohe Effizienz und dass sie auch bei den heißen Sommern wie diesem Jahr zum Kühlen taugt.
Freue mich auf eure Meinungen!
Kann Marco nur zustimmen. Bei KfW40 Standard ist Überdimensionierung ein häufiger Fehler. Die 8-10 kW Empfehlungen kommen oft von Installateuren, die noch in alten Denkmustern verhaftet sind.
Bei deinen 6 kW Heizlast würde ich maximal 7 kW WP-Leistung nehmen. Das reicht auch für moderate Kühlung völlig aus. Wichtiger als die reine Leistung ist ein guter hydraulischer Abgleich und richtige Heizkurve.
Falls du dir unsicher bist: Lass dir verschiedene Varianten durchrechnen. Bei den aktuellen Strompreisen macht sich jedes kW Überdimensionierung in schlechteren COP-Werten bemerkbar.
Hi SkeptikerWP47,
bei KfW40 würde ich definitiv zur knappen Dimensionierung raten. Ich hab letztes Jahr bei einem ähnlichen Projekt (KfW55 oder KfW40 Neubau - wie groß ist der Heizlast-Unterschied wirklich?) schon diskutiert - bei so gut gedämmten Häusern ist Überdimensionierung kontraproduktiv.
6-7 kW sollten bei deiner Heizlast völlig ausreichen. Für Warmwasser reicht das auch, nur die Aufheizzeit wird bisschen länger. Beim Kühlen brauchst du sogar weniger Leistung als beim Heizen.
Welche Heizkörper planst du denn? Bei Fußbodenheizung läuft die WP sowieso effizienter und du brauchst noch weniger Reserve.
Moin!
Also ich sehe das etwas kritischer. Klar, überdimensionieren ist schlecht, aber zu knapp ist auch nicht optimal. In meiner Erfahrung (COP und SCOP Werte - was bedeuten diese Begriffe und wie wichtig sind sie?) sollte man 10-15% Reserve einplanen.
Bei 6 kW Heizlast also 7-8 kW WP. Das gibt dir Flexibilität für sehr kalte Tage und schnellere Warmwasserbereitung. Gerade im Sommer bei der Hitze merkt man, wie angenehm es ist, wenn die WP auch mal kräftig kühlen kann.
Welche Hersteller hast du denn im Blick? Das ist am Ende fast wichtiger als die exakte kW-Zahl.