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Altbau 1974: Wie habt ihr den Wechsel auf WP erlebt?

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Klaus-Richter
Beiträge: 18
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(@klaus-richter)
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Beigetreten: Vor 1 Woche
[#77]

Hallo zusammen,

wir haben ein Haus von 1974 gekauft und ich grübele schon seit Wochen über den Heizungstausch. Die alte Ölheizung ist noch am Laufen, aber ich möchte vor dem Winter auf Wärmepumpe umsteigen.

Das Haus ist typisch für die 70er - 140qm, zweischalig gemauert aber nur wenig gedämmt. Fenster wurden schon getauscht, aber sonst ist noch alles original. Die Heizkörper sind auch noch die alten größeren Modelle.

Jetzt lese ich überall, dass 70er Jahre Häuser problematisch sind für WP. Mal heißt es, man braucht riesige Heizkörper, dann wieder dass die Stromkosten explodieren oder dass es bei Frost gar nicht warm wird.

Wer von euch hat auch so ein 70er Jahre Haus und ist auf WP gewechselt? Wie waren eure Erfahrungen? Musstet ihr viel umbauen? Und vor allem: Sind die Heizkosten wirklich so viel höher als bei nem Neubau?

Ich würde mich über ehrliche Erfahrungsberichte freuen, bevor ich mich entscheide. Gerade jetzt im Sommer ist ja die beste Zeit für sowas zu planen.

Danke schon mal!
Klaus


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3 Antworten
Heinz W.
Beiträge: 15
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(@h-weber34)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Hallo Klaus,

wir haben 2023 in unserem 76er Haus auf Luft-Wasser WP umgestellt und sind sehr zufrieden. Das Haus ist ähnlich wie deines - wenig gedämmt, aber die großen Heizkörper waren tatsächlich ein Vorteil.

Wichtig war die richtige Dimensionierung. Wir haben eine etwas größere WP genommen als ursprünglich berechnet und fahren mit Vorlauftemperaturen um 50-55°C. Klar, das ist nicht so effizient wie bei nem Neubau, aber deutlich besser als die alte Ölheizung.

Die Heizkosten sind bei uns etwa 30% höher als bei unserem Nachbarn im Neubau, aber immer noch günstiger als vorher mit Öl. Besonders in Kombination mit der PV-Anlage - hab dazu auch schon mal in nem anderen Thread geschrieben.

Umbau war überschaubar - nur neue Rohrleitungen zur WP und einen neuen Pufferspeicher. Die Heizkörper konnten alle bleiben.

Ein Tipp: Lass auf jeden Fall eine ordentliche Heizlastberechnung machen, nicht nur überschlagen. Das ist bei Altbau besonders wichtig.


Antwort
ThomasK
Beiträge: 24
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(@thomask)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Moin Klaus,

kann H.Weber nur zustimmen. Wir haben 2022 umgerüstet, Baujahr 1973. Die ganzen Horrorgeschichten sind oft übertrieben.

Bei uns läuft eine 12kW Luft-WP und selbst bei -15°C letzten Winter war das Haus warm. Ja, der COP geht runter, aber es funktioniert. Hatte dazu auch schon mal was geschrieben hier.

Wichtig ist die Hydraulik richtig einzustellen. Unser Installateur hat erstmal zu niedrige Vorlauftemperaturen probiert - das ging schief. Jetzt mit 55°C läuft alles prima.

Bezüglich Kosten: Rechne mit etwa 1,5-2x den Heizkosten vom Neubau, je nach Dämmzustand. Aber trotzdem günstiger als fossile Brennstoffe bei den aktuellen Preisen.


Antwort
Martin89
Beiträge: 22
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(@martin89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hey Klaus,

bin da etwas skeptischer als die anderen. Hab selbst ein 78er Haus und nach viel hin und her doch erstmal bei Gas-Brennwert + kleiner WP als Hybrid gelandet.

Das Problem bei reiner WP im schlecht gedämmten Altbau sind halt die richtig kalten Tage. Da brauchst du dann sehr hohe Vorlauftemperaturen und der Stromverbrauch explodiert förmlich. Bei uns wären das locker 4000-5000€ im Jahr geworden nur für Heizung.

Mit der Hybridlösung spring die WP an milden Tagen und die Gastherme nur bei Frost. Kostet zwar mehr in der Anschaffung, aber die Betriebskosten sind kalkulierbar.

Würde dir raten, mal verschiedene Szenarien durchzurechnen. Nicht nur die optimistischen Herstellerangaben, sondern auch was passiert wenn's mal 2 Wochen richtig kalt ist.


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