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Heizlast Altbau ohne Pläne: Wie genau muss es für Sole-WP sein?

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R.Kaufmann
Beiträge: 3
Themenstarter
(@r-kaufmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#193]

Hallo zusammen, ich bin gerade in der Planungsphase für eine Sole-WP-Nachrüstung in unserem Altbau (ca. 1960er, 240m², teilweise unsaniert) und stoße auf ein praktisches Problem: Die originalen Baupläne sind nirgends aufzutreiben – weder beim Vorbesitzer noch beim Gemeindearchiv. Der Energieausweis existiert, gibt aber nur den U-Wert und Endenergiebedarf an, keine detaillierte Heizlastberechnung.

Ich weiß aus meinen 8 Jahren mit der jetzigen Anlage ungefähr, wie viel wir real verheizen, aber das ist ja nicht dasselbe wie die Normheizlast nach DIN 12831. Meine Frage: Wie verbindlich ist eine präzise Heizlastberechnung wirklich für die Dimensionierung? Kann ich mit gemessenen Verbrauchsdaten + Estimationen (Raumhöhen, Wandaufbau rückwärts rechnen) arbeiten, oder muss ich einen Sachverständigen mit Wärmebildkamera und kompletter Aufmaßnahme engagieren?

Was haben andere hier im Altbau gemacht, wenn die Unterlagen fehlten? Gibt es Faustregel-Verfahren, die im Bestand wirklich funktionieren, ohne dass ich komplett über- oder unterdimensioniere?


2 Antworten
Markus2865
Beiträge: 0
(@markus2865)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Markus hier – bin gerade selbst in dieser Phase. Eine Frage dazu: Wenn du rückwärts aus dem realen Verbrauch rechnest, wie stellst du sicher, dass dein bisheriges System optimal eingestellt war? Meine aktuelle Kesselanlage läuft auch bei 55°C in die Heizkörper, obwohl sie vermutlich 45°C schaffen würde – das verfälscht die Rückrechnung ja. Hast du da eine Lösung, oder ist das für die WP-Dimensionierung weniger kritisch?


Antwort
S.Richter
Beiträge: 68
(@s-richter)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Interessante Situation. Aus ingenieurstechnischer Perspektive: Die DIN 12831 ist eine worst-case-Methode – sie unterstellt standard-ungünstige Bedingungen (Außentemperatur -12°C, keine inneren Wärmequellen etc.). Im Altbau mit bekanntem Verbrauch hast du bessere Daten als die Norm. Mein Ansatz wäre: Real-Verbrauch nehmen, Heizgradtage-Korrektur für -12°C-Auslegung rechnen, dann noch 10–15% Puffer für Warmwasser und Lüftung dazu. Das ist exakter als zu raten, ohne dass du Tausende für eine ideale Dokumentation ausgibst. Bei Sole-WP ist allerdings wichtig: Die Sondentiefe muss zur echten Heizlast passen – da würde ich nicht spekulieren.


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