Hallo zusammen,
nach einem sehr zufriedenstellenden Winter mit meiner selbst installierten LWP (JAZ von 4,2 erreicht!) plane ich für einen Bekannten eine ähnliche Installation. Er ist aber sehr verunsichert wegen des Versicherungsschutzes.
Konkret geht es um folgende Situation: Falls durch eine selbst installierte Wärmepumpe ein Wasserschaden entsteht (z.B. durch undichte Verbindung im Heizkreis oder Kondensatablauf), zahlt dann die Gebäudeversicherung? Oder verweigert sie die Leistung mit dem Argument, dass keine Fachfirma installiert hat?
Ich habe damals 2019 meine Installation nicht explizit der Versicherung gemeldet. Lief bisher alles problemlos, aber die Frage beschäftigt mich jetzt auch. Bei Elektroinstallationen ist ja klar, dass der Elektriker abnehmen muss. Aber wie sieht es bei Heizungsanlagen aus?
Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen gemacht oder mal nachgefragt bei der Versicherung? Welche Unterlagen/Nachweise würden im Schadensfall verlangt?
Freue mich über eure Einschätzungen!
Gruß
Holger
Hey Holger,
interessante Frage, die mich auch beschäftigt da ich aktuell für meinen Neubau plane. Nach meinen Recherchen ist das tatsächlich ein Graubereich. Die meisten Gebäudeversicherungen haben in ihren Bedingungen stehen, dass Installationen "fachgerecht" erfolgen müssen.
Das Problem: Was genau "fachgerecht" bedeutet ist oft nicht eindeutig definiert. Bei Elektrik ist klar - da muss der Elektriker ran. Bei Heizung/Sanitär sieht es anders aus. Viele Versicherer schauen im Schadensfall erstmal ob die Installation an sich korrekt war, nicht wer sie gemacht hat.
Trotzdem würde ich empfehlen vorher bei der Versicherung nachzufragen. Einige verlangen mittlerweile explizit die Abnahme durch einen Fachbetrieb, andere sind kulanter. Falls du alles sauber dokumentiert hast (Fotos, verwendete Materialien nach Norm etc.) stehen die Chancen besser.
Was auf jeden Fall hilft: Die hydraulischen Anschlüsse und den Kondensatablauf nochmal von nem SHK-ler abnehmen lassen. Kostet nicht viel und gibt Sicherheit.
Bernd