Hi zusammen,
bin etwas ratlos und würde gerne eure Meinung hören. Hab vor 2 Jahren meine erste Wärmepumpe (Luft-Wasser) selbst installiert und dabei ca. 15.000€ gegenüber dem Fachbetrieb-Angebot gespart. War schon stolz darauf und hat auch funktioniert.
Jetzt nach dem zweiten Winter hab ich aber festgestellt, dass die COP-Werte deutlich schlechter sind als erwartet. Laut Datenblatt sollte ich bei 2°C Außentemp eine COP von 3,8 haben, real sind es aber nur 2,9-3,1. Das merkt man dann auch bei der Stromrechnung...
Hab schon versucht die Einstellungen zu optimieren, aber komme nicht weiter. Die Hydraulik sieht für mich korrekt aus, Vorlauftemps passen auch. Könnte das an der Inbetriebnahme liegen? Oder hätte ein Fachbetrieb da Sachen gemacht die ich übersehen hab?
Plane jetzt für mein Eigenheim (Baubeginn nächstes Jahr) auch wieder WP + PV und frage mich ob ich diesmal doch den Profi nehmen soll. Was meint ihr? Welche typischen Fehler passieren bei DIY-Installationen?
Danke für eure Hilfe!
Lars
Hi Lars,
kann deine Frustration gut verstehen! Bin zwar noch in der Planungsphase für meine Erdwärme-WP, aber hab mich schon viel eingelesen. Diese COP-Abweichungen kommen mir bekannt vor aus anderen Beiträgen hier.
Oft liegt's an Details bei der Inbetriebnahme - Kältemittelfüllmenge, hydraulischer Abgleich oder die Regelungsparameter. Viele Fachbetriebe haben da Messgeräte und Know-how, was schwer nachzuholen ist. Gerade bei der ersten Installation übersieht man oft Kleinigkeiten.
Für dein neues Haus würde ich ehrlich gesagt den Fachbetrieb nehmen, zumindest für die Inbetriebnahme und Einregulierung. Die paar Tausend Euro Mehrkosten holst du über die Jahre durch bessere Effizienz wieder rein. Außerdem hast du Gewährleistung falls was schief läuft.
Btw, planst du auch Kühlung für den Sommer? Überlege gerade ob sich das bei Erdwärme lohnt oder ob die passive Kühlung reicht. Aber das ist ein anderes Thema 😉
Viel Erfolg bei der Entscheidung!