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Selbst Rohre verlegt – verliere ich dadurch den BAFA-Zuschuss?

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Frank M.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@kritiker_79)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#58]

Hallo zusammen,

ich plane gerade den Austausch meiner alten Ölheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Das Projekt soll noch diesen Sommer über die Bühne gehen, bevor der Herbst kommt. Jetzt bin ich aber über ein mögliches Problem gestolpert und komme nicht weiter.

Ich bin handwerklich ganz gut drauf und wollte einen Teil der Installationsarbeiten selbst übernehmen – konkret das Verlegen von Heizungsrohren im Keller sowie einige Dämmarbeiten. Den Heizungsbauer würde ich nur für die fachliche Abnahme, den Kältemittelkreis und das Anschließen der WP-Einheit selbst bezahlen.

Jetzt frage ich mich: Darf ich das überhaupt, wenn ich BAFA-Förderung beantragen will? Ich hab irgendwo gelesen, dass nur 'handwerksrechtlich relevante' Arbeiten von Fachbetrieben ausgeführt werden müssen – aber was bedeutet das genau in der Praxis? Und wenn ich Teile selbst mache, die gar nicht in der Fachbetriebsrechnung auftauchen, kann das zum Problem werden?

Was ich noch nicht verstehe: Zählen meine eigenen Arbeitsstunden irgendwie zu den förderfähigen Kosten? Oder reduziert Eigenleistung einfach nur die Bemessungsgrundlage ohne weitere Konsequenzen?

Hat das jemand schon durchgezogen oder sich konkret informiert? Wäre echt froh um Erfahrungen aus erster Hand, nicht nur Gerüchte.


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7 Antworten
Stefan89
Beiträge: 43
(@stefan89)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich glaub die Kernfrage ist hier eigentlich eine andere: Wer haftet, wenn irgendwas schiefläuft? Der Heizungsbauer wird sich schwer tun, eine Abnahme zu unterschreiben für Rohre die er nicht selbst verlegt hat. Das schafft u.U. mehr Probleme als es löst – sowohl versicherungstechnisch als auch im Garantiefall.

Zur BAFA selbst: Ja, Eigenleistungen zählen nicht zu den förderfähigen Kosten. Aber sie schaden dir auch nicht, solange du keine Eigenleistung als Fremdleistung deklarierst. Nie machen.


Antwort
Marc_85
Beiträge: 40
(@marc_85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das Thema hab ich mir auch schon durch den Kopf gehen lassen, als ich damals meine Heizkreistemperaturen umgestellt hab (see auch Heizkreistemperaturen schrittweise absenken - wie anfangen im Sommer?).

Also soweit ich das verstehe: Die BAFA verlangt, dass der Einbau durch einen Fachbetrieb erfolgt. Das betrifft aber primär die WP selbst und den Kältemittelkreislauf – da kommst du als Laie sowieso nicht ran, das ist ohnehin gesetzlich geregelt (F-Gas-Verordnung usw.). Rohre verlegen im Keller, Dämmarbeiten – das ist eine andere Baustelle.

Das eigentliche Knackpunkte ist: Eigenleistungen sind laut BAFA-Merkblatt NICHT förderfähig. Du kannst also deine eigenen Stunden nicht in die Bemessungsgrundlage einrechnen. Aber sie schaden dir auch nicht aktiv, solange die Kernarbeiten vom Fachbetrieb quittiert werden.

Konkret: Lass dir vom Heizungsbauer eine saubere Rechnung ausstellen, die nur seine Leistungen enthält. Deine Eigenanteile tauchen da gar nicht auf. Die Förderung rechnet sich dann auf den tatsächlichen Rechnungsbetrag – den du halt durch Eigenleistung schon gedrückt hast. Ist also kein Problem, aber auch kein Bonus.


Antwort
WPSkeptiker47
Beiträge: 42
(@wpskeptiker47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich bin da ehrlich gesagt etwas skeptischer als die Vorposter. Nicht wegen der Förderung an sich – sondern weil ich generell die Frage stelle, ob Eigenleistung bei sowas wirklich spart oder am Ende nur Mehrarbeit schafft. Hab selbst mal einen Thread über Preisverhandlungen bei der Installation aufgemacht – am Ende war der Unterschied marginal.

Bei der BAFA speziell: Wenn du durch Eigenleistung die Rechnung des Fachbetriebs deutlich drückst, reduziert sich auch dein Förderbetrag entsprechend. Das klingt erstmal logisch, kann sich aber je nach Fördersatz ganz schön summieren. Also rechne das vorher genau durch – es lohnt sich nicht immer, selbst Hand anzulegen, wenn man dadurch 2.000€ Förderbetrag verliert und nur 800€ Handwerkerkosten spart.


Antwort
WolfgangH
Beiträge: 57
(@wolfgangh)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Stefan89 trifft einen wichtigen Punkt mit der Haftung. Das wird oft vergessen. Ein Handwerker der Teile der Anlage nicht selbst installiert hat, wird die Gesamtanlage nur ungern abnehmen – das ist ein reales praktisches Problem, unabhängig von der Förderfrage.

Mein Tipp aus eigener Erfahrung (hab selbst einiges an der Haustechnik gemacht): Sprich das offen mit deinem Heizungsbauer an, bevor du anfängst. Manche Betriebe sind da kulant wenn es wirklich nur um einfache Hilfsarbeiten geht wie Dämmschlauch aufziehen oder Halterungen setzen. Andere lehnen das kategorisch ab. Besser das vorher kläre als nachher Streit.

Und ja – Eigenleistungsstunden sind keine förderfähigen Kosten, das ist eindeutig. Du sparst Handwerkerkosten, bekommst aber auch weniger Förderung. Ob das unterm Strich Sinn macht, kommt auf deine konkrete Situation an.


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