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Gradtagzahl 2026 nutzen für fairen Jahresvergleich

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Ralf B.
Beiträge: 6
(@r-brinkmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich ergänze das noch kurz: Es gibt einen Unterschied zwischen Heizgradtagen (HGT) und Gradtagzahlen nach VDI 3807. Für Gebäudevergleiche ist die VDI-Methode eigentlich genauer weil sie mit einer fixen Raumtemperatur von 20°C und einer Heizgrenztemperatur von 15°C rechnet. Der DWD verwendet manchmal andere Basistemperaturen – das sollte man beim Vergleich mit fremden Daten im Kopf behalten.

Für den privaten Eigenvergleich wie du ihn machst spielt das aber keine so große Rolle, Hauptsache du verwendest jedes Jahr konsistent dieselbe Datenquelle. Dann sind die Abweichungen vernachlässigbar.

Ich hatte bei mir ähnliches Problem – wir hatten 2023/24 einen sehr warmen Winter, danach war der Vergleichswert ohne Normierung völlig schiefgelaufen. Erst mit GTZ-Korrektur hat das ergeben dass meine Anlage tatsächlich konstant läuft.


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MarkusT84
Beiträge: 44
(@markust84)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Idee das sauber zu machen! Ich hab mich damit auch schon beschäftigt, unter anderem damals beim Thema Neubau Fußbodenheizung: Welcher WP-Typ ist wirklich optimal? wo die Vergleichbarkeit von Jahresverbräuchen auch ne Rolle gespielt hat.

Zur Frage 1: Der DWD (Deutscher Wetterdienst) stellt Klimadaten frei zur Verfügung, auch Heizgradtage für verschiedene Stationen. Für Kassel gibt es eine eigene Messstation, einfach auf climate.dwd.de schauen unter Klimadaten Deutschland.

Zur Normierung (Frage 2): Die Formel ist simpel – du teilst deinen Verbrauch durch die GTZ des jeweiligen Jahres, bekommst einen normierten Wert (kWh/GTZ) und kannst beide Jahre direkt vergleichen. Wenn der normierte Wert sinkt, wird deine Anlage effizienter.

Für Warmwasser würde ich es tatsächlich rausrechnen wenn du einen separaten Zähler hast. Ohne Messung ist es aber schwierig, da kannst du bestenfalls mit einem Schätzwert (z.B. 600-800 kWh/Person/Jahr) arbeiten.


Antwort
Stefan-Koch34
Beiträge: 7
(@stefan-koch34)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Muss ich da kurz einhaken: Gradtagzahlen sind ein guter erster Schritt, aber sie erklären nicht alles. Ich hab das bei mir ausprobiert und festgestellt dass trotz GTZ-Normierung noch Schwankungen von +-8% bleiben können. Das liegt an Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Windgeschwindigkeit, eigenem Verhalten (Lüften, Innentemperatur), Warmwasserbedarf durch Gäste etc.

Also ich würde das nutzen, aber nicht zu viel reininterpretieren wenn der normierte Wert sich um 3-4% verändert. Das kann rauschen sein, kein echter Effizienzgewinn oder -verlust.


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