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Monovalent oder bivalent – was lohnt sich wirklich für mein Projekt?

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TechNik_96
Beiträge: 29
Themenstarter
(@technik_96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#91]

Hallo zusammen! Ich bin neu hier und stecke gerade tief in der Planungsphase für eine Wärmepumpe. Was mich vor allem fasziniert: die Smart-Home-Anbindung und die Möglichkeit, im Sommer aktiv zu kühlen – genau jetzt merke ich ja, wie warm es bei uns wird.

Aber bevor ich da weiterdenke, hänge ich an einer grundlegenden Frage fest: monovalent oder bivalent? Ich lese überall unterschiedliche Meinungen. Die einen sagen, monovalent ist die Zukunft, weil man den Backup-Heizstab oder einen Gaskessel als Krücke betrachtet und einfach eine groß dimensionierte WP nehmen soll. Die anderen sagen, gerade im Altbau ohne perfekte Dämmung ist bivalent realistischer und günstiger.

Mein Haus ist Baujahr 1985, Reihenmittelhaus, noch keine umfassende Sanierung. Ich habe noch keinen Heizlastbericht, weiß also gar nicht, wo ich wirklich stehe.

Was mich außerdem interessiert: Macht es Sinn, von Anfang an auf einen Hersteller mit guter Smart-Home-Schnittstelle zu setzen (z.B. für KNX, Home Assistant o.ä.)? Oder ist das erstmal Nebensache?

Und die Kühlfunktion – lohnt die im bivalenten System überhaupt noch, oder braucht man dafür zwingend ein monovalentes Setup?

Freue mich über ehrliche Erfahrungswerte, auch wenn die Antwort ernüchternd ist. Danke schon mal!


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2 Antworten
Marcus-Weinberg
Beiträge: 0
(@marcus-weinberg)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Kurze Ergänzung aus der PV-Ecke: Wenn du später mal eine PV-Anlage dazu nimmst, spielt monovalent vs. bivalent auch für die Eigenverbrauchsoptimierung eine Rolle. Ein monovalentes System lässt sich theoretisch besser über Überschusssteuerung ansteuern, weil du nur einen Erzeuger hast der auf Strom reagiert. Bei bivalent-parallel mit Gaskessel wird die Steuerungslogik komplizierter – welcher Erzeuger läuft wann? Das lässt sich lösen, aber es braucht eine durchdachte Regelung.

Ich drücke gerade selbst meine Jahresstromkosten unter die 800€-Marke und jede Stufe in der Steuerungskette, die nicht sauber kommuniziert, kostet Effizienz. Da hab ich das im Kontext Klimagerät auch mal diskutiert, das Grundproblem ist ähnlich.

Für die Kühlung: Ja, lohnt sich im Sommer. Passive Kühlung über Flächenheizung kostet fast keinen Strom und ist gerade bei Sole-WP oft sogar gratis quasi.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 14
(@markus-breitner)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hey, ich bin auch noch relativ frisch hier und stecke in einer ähnlichen Lage mit meinem Altbau. Was ich bisher gelernt habe: Ohne Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 sollte man eigentlich gar keine Entscheidung treffen, weder zur Systemwahl noch zur Gerätegröße. Ich hab dazu im Forum auch schon nachgefragt, Hybridheizung Altbau: Wie Heizlast richtig ermitteln für WP-Dimensionierung? – da findest du einige hilfreiche Hinweise.

Zur eigentlichen Frage: Für unsanierte Altbauten höre ich von den erfahreneren Nutzern hier immer wieder, dass bivalent-parallel oft der pragmatischere Einstieg ist, weil die WP dann nicht auf die extremen Auslegungstemperaturen ausgelegt werden muss. Das drückt die Anschaffungskosten und macht die Dimensionierung einfacher.

Die Smart-Home-Frage würde ich ehrlich gesagt erstmal hintenanstellen – erst die Grundlagen klären, dann die Spielereien. Aber das ist meine Meinung als Neuling hier. Die Profis sehen das vielleicht anders.


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