Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit einer Luft-Luft-WP als Ergänzung zu meiner bestehenden Luft-Wasser-WP und der 12-kWp-PV-Anlage. Im Sommer habe ich zwischen 11 und 15 Uhr regelmäßig 4–6 kW Überschuss, der aktuell ins Netz geht. Da liegt es nahe, damit aktiv zu kühlen und gleichzeitig thermische Masse vorzuladen.
Jetzt stehe ich vor der Frage: Monoblock (also ein mobiles Gerät oder Fenster-/Wandmonoblock ohne Außeneinheit) versus klassisches Split-System mit Innen- und Außeneinheit.
Mein Gedankengang bisher: Split-Systeme haben deutlich bessere COP-Werte (ich sehe da 4–6 vs. 2–3 beim Monoblock), was bei PV-Eigenverbrauch weniger relevant klingt – Strom ist ja quasi kostenlos. Aber ich denke natürlich auch an die Übergangszeiten, wo die PV nicht so viel liefert.
Gleichzeitig frage ich mich: Kann ich ein Split-System sinnvoll über eine Smarthome-Steuerung (bei mir KNX) in die PV-Überschussstrategie einbinden? Beim Monoblock wäre das mechanisch einfacher, aber der Wirkungsgrad tötet mich.
Noch ein praktischer Punkt: Installation. Ein Monoblock ist für mich selbst machbar, beim Split brauche ich einen Kältemitteltechniker. Habt ihr da aktuelle Erfahrungen, wie lang die Wartezeiten im Sommer 2026 gerade sind? Letzte Saison war das ja ein Alptraum.
Freue mich auf eure Einschätzungen!
Interessantes Thema, auch wenn ich selbst eher im Sole-Wasser-Bereich unterwegs bin und mit Luft-Luft nur am Rande zu tun hab. Aber zu deiner Frage Split vs. Monoblock würde ich trotzdem sagen: Nimm das Split-System, und zwar nicht nur wegen dem COP. Gerade wenn du eh KNX hast, lohnt sich die Mehrarbeit bei der Installation. Die meisten Mitsubishi- und Daikin-Splits lassen sich über Modbus oder proprietäre Gateways sehr sauber einbinden – ich hab das bei meiner Neubauplanung auch für mögliche spätere Nachrüstung auf dem Schirm.
Zu den Wartezeiten kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen, aber in den anderen Threads hier wurde zuletzt öfter erwähnt dass man Fachbetriebe am besten schon im März/April bucht, nicht erst wenn die Temperaturen steigen.
Was mich bei deinem Ansatz mehr interessieren würde: Hast du schonmal durchgerechnet ob eine zweite Luft-Wasser-WP für Kühlbetrieb nicht effizienter wäre als eine separate Luft-Luft? Nur so als Denkanstoß für die Gesamtstrategie.