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Kühlfunktion WP im Neubau: Wie Verbrauchsdaten sinnvoll erfassen?

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Tim_1991
Beiträge: 39
Themenstarter
(@tim_1991)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#79]

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und stecke gerade mitten in der Planung unseres Neubaus. Wir bauen ein Einfamilienhaus und wollen eine Wärmepumpe einbauen lassen. Bei den aktuellen Temperaturen draußen – die letzten Wochen waren ja echt brutal – beschäftigt mich die Kühlfunktion im Sommer genauso wie das Heizen im Winter.

Meine Frage bezieht sich auf die Verbrauchsdaten: Wie erfasst ihr eigentlich den Stromverbrauch getrennt nach Heizen, Kühlen und Warmwasser? Ich möchte das von Anfang an sauber dokumentieren, damit ich irgendwann wirklich beurteilen kann, ob die Anlage effizient läuft.

Konkret interessiert mich:
- Macht es Sinn, schon bei der Planung separate Messpunkte einzubauen (z.B. eigene Zähler für Kühlung)?
- Wie verändert sich der Verbrauch wenn die WP im Sommer kühlt – also was ist da realistisch zu erwarten im Vergleich zum Heizbetrieb?
- Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Heizlastberechnung und der sogenannten Kühllastberechnung, oder sind das komplett separate Themen?

Ich habe schon einiges gelesen aber die meisten Erfahrungsberichte beziehen sich auf den Winter. Für den Kühlbetrieb im Sommer finde ich kaum konkrete Zahlen. Hat jemand echte Messwerte aus dem Kühlbetrieb und kann sagen was da pro m² Wohnfläche so üblich ist?

Danke schonmal vorab!


3 Antworten
MarkusH.
Beiträge: 26
(@markush)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Muss ich kurz einhaken: Ich würde nicht zu viel auf Pauschalwerte pro m² geben. Bei meinem Altbau von 1975 wären solche Zahlen völlig unbrauchbar – da spielen Dämmung, Fenster, Lage alles eine Riesenrolle. Beim Neubau ist das zwar besser kalkulierbar, aber ich wäre trotzdem vorsichtig mit Vergleichen aus dem Netz. Was Thomas92 zur Messtechnik sagt stimmt aber – lieber einmal mehr Sensorik einbauen als später im Dunkeln tappen. Ich steh gerade selbst vor ähnlichen Fragen bei der Planung meiner Hybridlösung und die Datenbasis ist bei fast jedem Haus eine andere.


Antwort
Thomas92
Beiträge: 49
(@thomas92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi Tim,

willkommen im Forum. Deine Frage ist sehr berechtigt und ich find's gut, dass du das schon in der Planungsphase angehst – das machen leider die wenigsten.

Zur Messtechnik: Ja, definitiv separate Erfassung von Anfang an einplanen. Ein Wärmemengenzähler im Kältekreis (sowohl Heiz- als auch Kühlseite) ist eigentlich Pflicht wenn man später sauber auswerten will. Manche WP-Hersteller liefern das intern mit, aber die internen Werte weichen oft 10-15% von der Realität ab – das hab ich bei meiner Luft-Wasser-WP selbst gemerkt.

Zum Kühlverbrauch: Beim passiven Kühlen (natural cooling) ist der Stromverbrauch minimal, da läuft eigentlich nur die Pumpe. Aktive Kühlung zieht deutlich mehr. Für ein gut gedämmtes Neubau-EFH mit Fußbodenheizung und passiver Kühlung rechne ich grob mit 3-8 kWh pro Tag an wirklich heißen Tagen – aber das hängt extrem von Verschattung, Ausrichtung und Grundriss ab.

Heizlast und Kühllast sind tatsächlich verwandte aber separate Berechnungen nach DIN EN 12831 bzw. VDI 2078. Lass dir beides vom Planer erstellen, das ist wichtig für die richtige Auslegung.

Ich hatte dazu auch schon im Thread zu Kältemittel-Verschärfungen ab 2026 etwas geschrieben – ist für Neubau auch relevant wenn es um Systemwahl geht.


Antwort
Lisa M.
Beiträge: 12
(@lisa_95)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich bin da auch noch am Lernen, also nimm das mit Vorsicht – aber ich hab mich zuletzt viel mit dem Thema Warmwasser im Sommer beschäftigt (dazu gab's hier nen eigenen Thread) und dabei ist mir aufgefallen dass viele Anlagen gar nicht sauber trennen zwischen den Betriebsmodi. Das macht die Auswertung später echt schwierig.

Ob es dafür Förderungen gibt wenn man zusätzliche Messtechnik einbaut, weiß ich leider nicht genau. Wär aber auch mein Interesse!


Antwort
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