Hallo zusammen,
bin nach längerer Pause wieder da und beschäftige mich gerade intensiv mit der Kühlfunktion meiner Wärmepumpe. Jetzt wo die warmen Tage kommen, wird das Thema ja wieder aktuell.
Meine Frage bezieht sich auf die Dimensionierung bei passiver Kühlung über Fußbodenheizung vs. klassische Heizkörper. Ich hab gelesen, dass sich die Kühlleistung und vor allem die Temperaturverteilung im Raum deutlich unterscheidet.
Bei der FBH kühlt ja die gesamte Bodenfläche, während Heizkörper punktuell arbeiten. Muss man das bei der WP-Dimensionierung berücksichtigen? Ich denke da an folgende Punkte:
- Braucht FBH wegen der größeren Fläche weniger Kühlleistung pro m²?
- Wie sieht's mit der Kondensatbildung aus - ist das bei FBH kritischer?
- Temperaturschichtung im Raum vermutlich ganz anders, oder?
Habe eine 8kW Luft-WP mit FBH im ganzen Haus. Bisher nur geheizt, aber für diesen Sommer plane ich erstmals die Kühlung zu testen. Will halt nicht dass die WP unterdimensioniert ist oder ich Probleme mit Feuchtigkeit bekomme.
Hat jemand Erfahrungen mit beiden Systemen gemacht? Besonders interessiert mich, ob die Auslegung der WP anders sein muss.
Danke schonmal!
Kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass FBH beim Kühlen deutlich andere Eigenschaften hat als Heizkörper. Bei uns läuft das System seit 4 Jahren auch im Kühlbetrieb sehr zuverlässig.
Zur Dimensionierung: Die große Fläche der FBH ist definitiv ein Vorteil - du brauchst geringere Vorlauftemperaturen (meist 16-18°C) und die Kühlleistung ist gleichmäßiger verteilt. Deine 8kW sollten bei normaler Wohnfläche ausreichen, da Kühlung generell weniger Leistung braucht als Heizen.
Was Kondensatbildung angeht - das ist tatsächlich der kritischeste Punkt! Bei FBH musst du unbedingt auf die Taupunkttemperatur achten. Wir haben einen Raumfühler für Luftfeuchtigkeit nachgerüstet, der die WP bei zu hoher Luftfeuchte abschaltet. Ohne das riskierst du wirklich Kondensat auf dem Boden.
Die Temperaturverteilung ist viel angenehmer als bei Klimaanlage - keine kalten Füße, keine Zugluft. Allerdings ist das System träger, also früh genug einschalten wenn Hitzeperioden kommen.
Unser Eigenverbrauch der PV profitiert übrigens stark vom Kühlbetrieb - tagsüber bei Sonnenschein läuft die WP optimal mit dem Solarstrom.