Inverter-WP vs. On-...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Inverter-WP vs. On-Off: Welche JAZ ist realistisch erreichbar?

2 Beiträge
2 Benutzer
0 Reactions
4 Ansichten
KlausHartmann
Beiträge: 1
Themenstarter
(@klaushartmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Tagen
[#100]

Ich plane gerade die Anschaffung einer neuen Wärmepumpe und stehe vor der Entscheidung zwischen Inverter-Technik und klassischer On-Off-Regelung. In den Prospekten werden für Inverter-Geräte traumhafte JAZ-Werte von 4,5 und mehr versprochen – aber mich interessiert, was unter realen Bedingungen tatsächlich rauskommt.

Mein konkretes Problem: Ich hab bereits eine Smart-Home-Anbindung via KNX laufen und möchte endlich harte Verbrauchszahlen sehen, keine Hochglanz-Szenarien vom Hersteller. Besonders die Warmwasserbereitung macht mir Sorgen – ich habe gelesen, dass allein das tägliche WW-Aufheizen die Gesamt-JAZ teilweise auf unter 3 drückt, weil hier hohe Vorlauftemperaturen nötig sind und kein Inverter-Gerät das sauber moduliert.

Gibt es jemanden, der beide Technologien im Alltag gemessen hat – also echte kWh rein vs. kWh raus, am besten mit Wärmemengenzähler? Mich interessiert auch, ob On-Off unter bestimmten Bedingungen (kleine Heizlast, gut gedämmtes Haus) gar nicht so weit hinter einem Inverter-Gerät liegt, wie die Werbung suggeriert. Oder ist das Inverter-Marketing einfach nur besser?

Falls relevant: Neubau, ca. 140m², PV vorhanden, Fußbodenheizung. Sommerprojekt, soll im Herbst fertig installiert sein.


Schlagwörter für Thema
1 Antwort
H.Kellner
Beiträge: 29
(@h-kellner)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Aus der Praxis kann ich sagen: Die JAZ-Angaben in Prospekten sind oft unter Laborbedingungen gemessen, im echten Betrieb sieht das anders aus. Bei gut gedämmten Neubauten mit FBH messe ich bei Inverter-Geräten regelmäßig JAZ zwischen 3,8 und 4,3 – kommt stark auf Standort und Hydraulik an.

Zum Warmwasser hast du Recht, das zieht die Jahresarbeitszahl spürbar runter. Ich hab Anlagen betreut wo allein das WW die Gesamt-JAZ um 0,3-0,5 Punkte gedrückt hat. Ein Inverter moduliert da tatsächlich nicht so sauber wie beim Heizbetrieb, weil die hohen Temperaturen einfach Vollast erfordern.

On-Off vs. Inverter: Bei kleiner Heizlast und gut gedämmtem Gebäude wie deinem ist der Unterschied in der Praxis geringer als vermarktet. Das Problem bei On-Off ist vor allem die Taktung – wenn die Anlage zu groß ausgelegt ist, schaltet sie ständig ein und aus, das kostet Effizienz und erhöht den Verschleiß. Das sehe ich bei Servicebesuchen öfter als gedacht.

Mit KNX und eigenem Wärmemengenzähler wirst du schnell sehen wo du wirklich stehst.


Antwort
Teilen: