Hallo zusammen,
ich betreibe seit knapp zwei Jahren eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe und habe mich damit inzwischen recht intensiv auseinandergesetzt. Aktuell beobachte ich seit etwa drei Wochen, dass die Durchflussmenge am Förderbrunnen messbar zurückgegangen ist – von ursprünglich stabilen 2,8 m³/h auf teilweise unter 2,0 m³/h. Die WP läuft zwar noch, aber der COP hat sich spürbar verschlechtert, was ich über mein Monitoring-System gut nachvollziehen kann.
Bevor ich jetzt blindlings den Brunnenservice beauftrage (was ja schnell vierstellig werden kann), würde ich gerne systematisch die häufigsten Fehlerquellen eingrenzen. Als Ingenieur bin ich es gewohnt, strukturiert vorzugehen – aber bei Brunnenanlagen ist meine Erfahrung noch begrenzt.
Meine bisherige Checkliste:
- Förderpumpe auf Verschleiß prüfen (Kennlinie aufgenommen, sieht unauffällig aus)
- Filter/Sieb am Saugrohr gereinigt (minimale Ablagerungen, kaum Verbesserung)
- Druckmessung vor und nach der WP – kein auffälliger Unterschied
Was habe ich eventuell übersehen? Gibt es saisonale Einflüsse im Sommer, die den Grundwasserspiegel und damit den Volumenstrom beeinflussen? Oder sind typische Ablagerungsphänomene in der Jahreszeit eher selten? Ich würde auch interessieren, ob andere hier systematische Diagnoseverfahren kennen, die man selbst ohne Fachbetrieb durchführen kann.
Danke vorab!