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WP taktet ständig trotz korrekter Heizlast - hydraulisches Problem?

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R.Hoffmann
Beiträge: 27
Themenstarter
(@r-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#11]

Hallo zusammen,

wir haben seit einem Jahr eine 8kW Luft-Wasser WP im Einfamilienhaus (BJ 2015, 150m²). Die Heizlastberechnung wurde von einem Fachbetrieb gemacht und ergab 7,2kW bei -12°C. Soweit schien alles zu passen.

Jetzt im ersten Winter ist mir aufgefallen, dass die WP ständig taktet - auch bei milden Temperaturen um 5°C läuft sie nur 10-15 Minuten und schaltet dann wieder ab. Bei -5°C wird es noch extremer. Die Vorlauftemperatur schwankt zwischen 35°C und 45°C.

Der Installateur meint, die Dimensionierung sei korrekt und es läge am hydraulischen Abgleich. Aber der wurde doch gemacht? Pufferspeicher haben wir keinen, nur einen 300L Kombispeicher für WW.

Die Fußbodenheizung läuft über 8 Heizkreise mit separaten Pumpen. Könnte es sein, dass trotz korrekter Heizlast die hydraulische Einbindung falsch ist? Oder ist vielleicht der Kombispeicher zu klein als Puffer?

Im Sommer will ich das Problem angehen, bevor der nächste Winter kommt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


3 Antworten
SkeptikJAZ42
Beiträge: 30
(@skeptikjaz42)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Moment mal - 8kW WP für 7,2kW Heizlast bei -12°C? Das ist schon sehr knapp dimensioniert. Bei milderen Temperaturen ist die WP dann völlig überdimensioniert, daher das Takten.

Dazu kommt: Viele Fachbetriebe rechnen die Heizlast zu niedrig. Wärmebrücken, Luftwechsel und reale Raumtemperaturen werden oft unterschätzt. Eine ordentliche Berechnung nach DIN 12831 macht heute kaum noch jemand.

Der fehlende Pufferspeicher verschärft das Problem. 300L Kombispeicher reichen nicht - der ist ja hauptsächlich für Warmwasser da. Ohne vernünftigen Puffer kann die Hydraulik nicht funktionieren.

Mein Tipp: Erstmal einen 500-800L Pufferspeicher einbauen und schauen ob's besser wird.


Antwort
WolfgangB.1947
Beiträge: 24
(@wolfgangb-1947)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Herr Hoffmann, als alter Heizungsbauer kann ich Ihnen sagen: Das ist ein klassisches Problem der modernen WP-Installationen. Die jungen Kollegen verstehen oft nicht, dass eine WP andere hydraulische Anforderungen hat als ein Gaskessel.

Ihre 8 Heizkreispumpen arbeiten vermutlich alle unabhängig voneinander. Wenn nachts nur das Bad beheizt wird, läuft nur eine kleine Pumpe - der Volumenstrom reicht nicht für die WP. Sie brauchen entweder eine Primär-/Sekundärhydraulik oder einen ausreichend großen Pufferspeicher.

Ich habe in 40 Jahren Berufserfahrung gelernt: Ein Pufferspeicher ist bei modernen WP-Anlagen unverzichtbar. 300L für Warmwasser plus 600-800L für die Heizung wären optimal. Lassen Sie sich nicht einreden, dass es ohne geht.


Antwort
Tim_1991
Beiträge: 26
(@tim_1991)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hey R.Hoffmann,

kenne das Problem! Bei mir war's ähnlich - trotz 'nem ordentlichen hydraulischen Abgleich hat die WP wie verrückt getaktet. Das Problem lag tatsächlich an der hydraulischen Einbindung.

8 Heizkreise mit separaten Pumpen können problematisch sein, wenn die nicht aufeinander abgestimmt sind. Wenn nur wenige Kreise Wärme anfordern, ist der Volumenstrom zu gering und die WP schaltet ab.

Hab damals hier im Forum über meine FB-Heizung geschrieben - vielleicht hilft dir das weiter.

Der 300L Kombispeicher ist definitiv zu klein als Puffer. Du brauchst mindestens 50-80L pro kW, also um die 500L. Oder eine Weiche mit Mindestvolumenstrom.


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