Hallo zusammen, ich bin neu hier und plane gerade die Heizungssanierung meines Altbaus (circa 150m², Baujahr 1975, teilweise gedämmt). Leider habe ich keinen Energieausweis zur Hand und möchte erst mal grob abschätzen, ob eine Hybrid-Wärmepumpe mit meiner bestehenden Gastherme Sinn macht.
Ich bin etwas überfordert von den verschiedenen Berechnungsmethoden – online-Rechner geben mir Werte zwischen 12 und 18 kW, je nachdem welche Annahmen ich treffe. Ein lokaler Installateur meinte, ich könnte die Heizlast auch aus meinen Gasrechnungen der letzten Jahre abschätzen, aber wie genau das funktioniert, verstehe ich nicht wirklich.
Bevor ich einen Fachmann beauftrage, würde ich gerne wissen: Mit welchen realistischen Anhaltspunkten kann ich meine Heizlast grob einordnen? Und macht eine Hybrid-Lösung bei Altbauten wirklich Sinn, oder bin ich damit eher zu schlecht beraten?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Tobias, ich kenne das Dilemma aus meiner eigenen Planung – ich habe mich da auch erst mal intensiv informiert, bevor ich mich für einen Weg entschieden habe.
Für eine grobe Schätzung ohne Energieausweis kannst du tatsächlich deine Gasrechnungen nutzen, aber mit einem Trick: Nimm deinen Jahresverbrauch (in kWh), multipliziere ihn mit etwa 0,8 und teile das Ergebnis durch die Gradtagszahl deines Standorts im Winter. Das gibt dir eine erste grobe Näherung. Besser wäre aber ein U-Wert-Check: Dachgeschoss ungedämmt? Kellerdecke? Fenster aus den 80ern? Das sind die großen Hebel.
Bei Hybrid würde ich sagen: Mach es, wenn deine Heizlast deutlich über 8 kW liegt. Dann kann die WP im Übergangsjahr sinnvoll entlasten. Unter 8 kW wird es fragwürdig.