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Niedertemperatur-Heizkörper Nachrüstung: Wirklich spürbare Heizlastreduktion?

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TobiasH
Beiträge: 47
Themenstarter
(@tobiash)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#12]

Hallo zusammen!

Ich plane für den Herbst eine Wärmepumpe in meinem Altbau (Bj. 1960, 140qm). Die Heizlastberechnung kam auf etwa 12-13kW bei -12°C, was ziemlich heftig ist. Gedämmt ist nur das Dach halbwegs, Fenster sind aus den 90ern.

Now hab ich mal gelesen, dass moderne Niedertemperatur-Heizkörper deutlich effizienter sind als die alten Gussradiatoren. Meine jetzigen Heizkörper sind wirklich Uralt - teilweise noch die ursprünglichen von 1960. Die Vorlauftemperatur läuft aktuell mit 70°C, manchmal sogar höher.

Meine Frage: Kann ich durch den Austausch aller Heizkörper gegen moderne NT-Modelle die benötigte Vorlauftemperatur so weit senken, dass sich die Heizlast spürbar reduziert? Ich denke an 45-50°C Vorlauf. Das wäre ja deutlich günstiger als eine komplette Fassadendämmung.

Hat jemand Erfahrungen damit gemacht? Wie viel kW Reduktion ist realistisch? Oder ist das nur Wunschdenken und ich komme um die Dämmung nicht rum?

Danke schon mal!


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3 Antworten
R.Hoffmann
Beiträge: 38
(@r-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Moin,

kurz und knapp: Wolfgang hat recht, Heizlast bleibt gleich. Aber aufpassen bei der Heizkörperauslegung - viele Installateure rechnen zu knapp und dann hast du im Winter kalte Räume.

Bei 13kW im Altbau würde ich ehrlich gesagt erstmal über eine Hybrid-Lösung nachdenken. WP für die Grundlast und Gas/Öl für die Spitzen. Macht oft mehr Sinn als oversized WP.

50°C Vorlauf ist bei deinem Baujahr schon ambitioniert - rechne lieber mit 55-60°C für die Auslegung.


Antwort
Klaus-Weber
Beiträge: 36
(@klaus-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da muss ich Wolfgang zustimmen - die Heizlast bleibt gleich. Aber die niedrigere Vorlauftemperatur bringt trotzdem was für den COP der WP.

Ich würde an deiner Stelle trotzdem erstmal schauen, ob du nicht wenigstens die Kellerdecke dämmen kannst. Das ist relativ günstig und bringt oft 1-2kW Reduktion. Bei 13kW Heizlast ist das schon relevant für die WP-Größe.

Heizkörpertausch macht trotzdem Sinn, aber eher wegen der Effizienz als wegen der Heizlastreduktion.


Antwort
WolfgangH
Beiträge: 57
(@wolfgangh)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Tobias,

aus technischer Sicht muss ich dir da etwas die Illusion nehmen. Die Heizlast deines Gebäudes ändert sich durch andere Heizkörper nicht - die 12-13kW bleiben bestehen, da sie nur von der Gebäudehülle abhängen.

Was sich ändert ist die benötigte Vorlauftemperatur. Moderne Plattenheizkörper haben bessere Wärmeübertragung und größere Heizflächen. Dadurch kannst du von 70°C auf etwa 50-55°C runter - das ist schon mal gut für die WP-Effizienz.

Aber: Bei deinen alten Gussradiatoren würde ich erstmal prüfen, ob die überhaupt richtig dimensioniert waren. Oft sind die viel zu klein und mussten deshalb mit hohen Temperaturen gefahren werden. Wenn du jetzt richtig dimensionierte NT-Heizkörper einbaust, wirst du deutlich mehr Heizfläche brauchen.

Mein Tipp: Lass dir von einem Fachbetrieb eine ordentliche Heizkörperauslegung machen. Bei meiner Erdwärmepumpe hat sich gezeigt, wie wichtig die richtige Dimensionierung ist.


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