Altbau-WP nach 3 Ja...
 
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Altbau-WP nach 3 Jahren: Ist die JAZ wirklich so schlecht wie befürchtet?

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Kritikus_78
Beiträge: 45
Themenstarter
(@kritikus_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#155]

Moin zusammen, ich hab mir vor drei Jahren eine Luft-Wasser-WP im Altbau einbauen lassen – 1950er Reihenhaus, relativ gut gedämmt durch Vollwärmeschutz 2021. Die Hersteller haben mir damals eine JAZ von 3,8 versprochen. Jetzt bin ich nach drei Wintern ehrlich gesagt enttäuscht von den realen Daten.

Ich habe alle Verbräuche dokumentiert: Im letzten Jahr lag meine JAZ bei 3,2, heuer sogar nur bei 3,1. Die Stromkosten sind massiv gestiegen – zahle jetzt 42 Cent/kWh statt früher 28 Cent. Rechnung: Alte Gasheizung hätte mich ca. 2.100€ gekostet, WP kostet mich jetzt 2.800€ pro Jahr. Tendenz steigend.

Meine Frage: Ist das normal? Oder läuft etwas suboptimal? Ich hab überall gelesen, dass man mit 3,5+ JAZ rechnen sollte, besonders wenn die Anlage neu ist. Meine Vorlauftemperatur liegt bei 45°C im Winter, der Hydraulische Abgleich wurde gemacht. Hersteller will 800€ für ne Wartung und meint, das sei normal.

Wie sind eure echten Erfahrungen nach mehreren Jahren Betrieb? Rechnet sich das ganze langfristig noch oder habe ich einen Fehler gemacht?


4 Antworten
Tim_1991
Beiträge: 39
(@tim_1991)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Guter Thread – ich bin noch relativ neu hier und beschäftige mich intensiv mit der Optimierungsseite. Meine Frage wäre: Hast du auch im Sommer die Betriebsdaten gecheckt? Ich frag, weil viele WP-Besitzer die JAZ nur auf Winter berechnen, dabei ist der Sommerbetrieb entscheidend für die Jahreszahl. Wenn deine WP im Juni bis September sehr effizient läuft (JAZ >5), dann passt die 3,1 im Winter vielleicht noch ins Gesamtbild.


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WolfgangH
Beiträge: 57
(@wolfgangh)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Guten Tag Kritikus_78, ich kann ihnen aus meiner Sanierungserfahrung sagen: Eine JAZ von 3,1 bis 3,2 ist für einen Altbau mit 45°C Vorlauftemperatur und Luftwärmepumpe leider realistisch, besonders in den Wintermonaten. Die Hersteller geben Jahreswerte an, die großzügig kalkuliert sind – oft mit Optimalbedingungen, die in der Praxis nicht erreicht werden.

Entscheidend ist: Amortisiert sich die Anlage trotzdem? Bei 2.800€ Jahreskosten müssten Sie berechnen, wie viel die Gasheizung gekostet hätte. Wenn der Unterschied klein ist, muss man die Förderung, mögliche CO2-Einsparungen und Wertsteigerung der Immobilie miteinbeziehen. Die 3,5+ JAZ ist eher für gut gedämmte Neubauten oder sehr gut optimierte Altbauten realistisch.


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Stefan-Koch34
Beiträge: 7
(@stefan-koch34)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hey Kritikus_78, kenne das Problem von meiner eigenen Anlage her. Ich hab mir letztes Jahr ne Monitoring-Lösung gebaut – Smart-Home-Zeug mit nem Shelly und nem Tasmota-Sensor am Stromzähler der WP. Ergebnis: Der Verbrauch ist Wahnsinn, wenn die Außentemperatur unter -5°C fällt. Dann lädt der Heizstab ständig zu. Das kostet brutal.

Mein Tipp: Schau dir die Betriebsstunden im Monat an und nicht nur die Jahressumme. Bei mir waren es im Januar 650 Stunden – viel zu viel. Habe dann die Heizgrenztemperatur erhöht und aufs Energiemanagement geachtet. Jetzt bin ich wieder bei 3,4. Lohnt sich auf jeden Fall, das zu optimieren, bevor du dem Hersteller Geld zahlst.


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Marco91
Beiträge: 36
(@marco91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz und knapp: Bei 42ct/kWh ist der Betrieb einfach teuer geworden, das ist das Hauptproblem. Hersteller-JAZ-Versprechen sind sowieso oft optimistisch – deine 3,2 ist ehrlich.


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