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Installateur bietet Ratenzahlung direkt an – seriös oder Vorsicht?

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ThermoDirk_1988
Beiträge: 10
Themenstarter
(@thermodirk_1988)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#85]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, die Finanzierung für meine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe zu klären. Gesamtkosten laut Angebot ca. 18.500 Euro (inkl. Montage, ohne BAFA noch nicht berücksichtigt). Meine Hausbank hat mir einen Kredit angeboten, aber der Zinssatz ist momentan nicht ohne.

Jetzt hat mir der Installateur – ein lokaler Betrieb mit ca. 8 Mitarbeitern, den mir ein Bekannter empfohlen hat – beim zweiten Termin ganz beiläufig gesagt, die bieten selbst auch Ratenzahlung an. 24 oder 36 Monate, er meinte der Zinssatz wäre "sehr fair". Mehr Details habe ich noch nicht bekommen.

Ich frage mich jetzt: Ist das überhaupt normal? Handwerker, der selbst auf Raten verkauft? Mir kommt das etwas komisch vor. Ich kenne das eher von Autohändlern oder Elektronikmärkten, aber bei einem Heizungsbauer...

Meine Befürchtungen:
- Steckt da ein Finanzierungspartner dahinter mit schlechten Konditionen?
- Verliere ich Flexibilität bei Reklamationen, wenn ich quasi beim Betrieb verschuldet bin?
- Oder ist das heutzutage ganz normal in der Branche?

Kann mir jemand sagen, was da typischerweise dahintersteckt und worauf ich achten muss, bevor ich da zustimme? Lieber gleich zur Bank gehen, auch wenn's ein bisschen aufwändiger ist?

Danke schon mal,
Dirk


5 Antworten
Tobias-Brendel
Beiträge: 5
(@tobias-brendel)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Guter Punkt von Stefan zum Zahlungsplan – das ist tatsächlich der entscheidende Hebel.

Ein Detail noch das ich wichtig finde: Frag mal gezielt nach ob du bei dem Ratenkauf die BAFA-Förderung problemlos anrechnen kannst. Also ob du z.B. nach Bewilligung des Zuschusses eine Sondertilgung machen kannst ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Bei manchen Händlerfinanzierungen ist das eingeschränkt oder mit Gebühren verbunden. Das wäre bei 18.500 Euro Gesamtkosten und einem BAFA-Zuschuss der vielleicht 4-5k ausmacht ein realer Unterschied.

Sonst: Normal ist das schon, gerade seit die Energiepreise das Thema Wärmepumpe in den Massenmarkt gespült haben bieten immer mehr Betriebe sowas an. Muss nicht schlecht sein.


Antwort
Stefan-Mueller
Beiträge: 49
(@stefan-mueller)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich muss TechnikPeter da teilweise widersprechen. Die psychologische Hemmung, Mängel anzusprechen, hat man doch eigentlich immer – egal ob man beim Betrieb auf Raten zahlt oder schon komplett bezahlt hat. Mit einem abgeschlossenen Bankkredit fühlst du dich auch nicht unbedingt mächtiger gegenüber dem Handwerker.

Ich hab letztes Jahr meinen Altbau saniert (180m², Baujahr 1932, da gibt's eigene Herausforderungen) und bin dabei auch mit verschiedenen Finanzierungsangeboten konfrontiert worden. Was wirklich zählt: Der Vertrag muss wasserdicht sein. Gewährleistung, Abnahmeprotokoll, Zahlungsplan der an Projektfortschritt geknüpft ist. Wenn ihr vereinbart, dass Restbeträge erst nach erfolgreicher Inbetriebnahme fällig werden, schützt dich das deutlich mehr als die Frage, wer der Kreditgeber ist.

Den Vertragspartner bei der Finanzierung musst du trotzdem genau prüfen – das ist klar. Aber das psychologische Argument überzeugt mich nicht so ganz als Hauptgrund gegen Installateur-Finanzierung.


Antwort
TechnikPeter_74
Beiträge: 26
(@technikpeter_74)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Bin da etwas skeptischer als Markus. Nicht weil das grundsätzlich eine Falle ist, sondern weil du in einer ungünstigen Verhandlungsposition bist, wenn du gleichzeitig Schuldner und Auftraggeber beim selben Betrieb bist.

Konkret: Wenn nach der Installation was nicht stimmt – Leistung schwächer als versprochen, irgendwas wurde nicht ordentlich ausgeführt – dann ist es psychologisch und praktisch schwieriger, auf Nachbesserung zu bestehen, wenn du dem Typen noch 15.000 Euro schuldest. Du willst als Kunde auf Augenhöhe bleiben.

Ich hab bei meiner eigenen Planung auch verschiedene Finanzierungsszenarien durchgerechnet (Erdwärme, da gehen die Kosten schnell in den Keller) und bin am Ende zur KfW gegangen. Mehr Aufwand, aber du hast die Finanzierung komplett getrennt von der Handwerkerbeziehung. Das würde ich dir empfehlen.

Und: Lass dir auf jeden Fall die genauen Zahlen zeigen. Effektivzins, Laufzeit, ob Sondertilgung möglich ist. Ohne das ist die Aussage "sehr fair" wertlos.


Antwort
T.Brinkmann74
Beiträge: 16
(@t-brinkmann74)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Kurz von mir: Lass dir den Kreditvertrag VOR Unterschrift des Installationsvertrags zeigen. Nicht gleichzeitig, nicht danach. Vorher. Wer das nicht akzeptiert, ist tatsächlich ein schlechtes Zeichen.


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