Hallo zusammen, ich plane eine Luft-Wasser-Wärmepumpe einzubauen und habe bereits eine 10-kWp-PV-Anlage auf dem Dach. Jetzt lese ich immer wieder, dass die Kombination im Sommer "suboptimal" laufen soll – aber ich verstehe nicht ganz, warum.
My Verständnis: PV lädt tagsüber, WP bräuchte im August ja eigentlich nur noch für Warmwasser Energie. Theoretisch sollte die WP dann doch hauptsächlich vom PV-Strom laufen, oder?
Ich habe gelesen, dass manche Systeme nicht intelligent genug sind, um den PV-Strom zu nutzen. Meine Frage: Welche technischen Hürden gibt es da konkret? Brauche ich einen Batteriespeicher, um das sinnvoll zu machen? Oder ist das einfach ein Marketing-Gag und in der Praxis funktioniert es besser, als alle behaupten?
Freue mich über praktische Erfahrungen. Danke!
Das ist ne gute Beobachtung, aber da steckt mehr Physik dahinter, als man denkt. Im August brauchst du tatsächlich weniger Heizwärme – aber die WP läuft trotzdem ineffizient, wenn die PV zeitlich nicht passt.
Das Kernproblem: Eine WP arbeitet mit bester Effizienz nur, wenn sie *kontinuierlich* läuft. Im Sommer mit Warmwasser-Only sind das vielleicht 2-3 Stunden am Tag. Wenn deine PV um 12 Uhr Mittag peak hat, läuft die WP aber gerade nicht. Und wenn sie läuft (morgens, abends), scheint die Sonne nicht optimal.
Zweites Problem: Moderne WP-Regelungen sind oft nicht intelligent genug, um PV-Überschüsse aktiv zu *lernen* und den Betrieb danach auszurichten. Das würde eine digitale Schnittstelle brauchen (Modbus, REST, etc.), die nicht jeder Hersteller anbietet.
Auch interessant: Ein Batteriespeicher ist im August oft unrentabel, weil du wenig brauchst – da macht das wirtschaftlich kaum Sinn, nur für 2-3 Monate zu optimieren. Im Winter, wenn die WP richtig läuft, scheint die Sonne zu wenig.
Mein Rat: Fokussier dich auf die *Geräussdämmung* – das ist dein eigentliches Thema mit den Nachbarn, oder? Die PV-Kombination wird im Betrieb sowieso suboptimal sein, das ist realistisch.