Hallo zusammen,
ich bin gerade in der Planungsphase für unser Eigenheim und befasse mich intensiv mit der Wärmepumpe. Bei der Auslegung bin ich jetzt auf das Thema Pufferspeicher gestoßen und bin da ehrlich gesagt überfordert.
Mein Heizungsbauer hat mir einen 500-Liter-Speicher empfohlen, der Wärmepumpenhersteller meint aber, dass bei meiner Heizlast von ca. 8 kW auch 300 Liter reichen würden. Im Internet lese ich dann überall, dass zu kleine Speicher zum ständigen Takten führen, was die Effizienz ruiniert und den Stromverbrauch in die Höhe treibt.
Wie bestimme ich die richtige Größe? Gibt es eine Faustformel oder muss das individuell berechnet werden? Spielt es eine Rolle, ob ich später eine Fußbodenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur habe? Und: Kostet ein größerer Speicher am Ende mehr Energie zum Heizen, oder lohnt sich die Investition langfristig?
Freue mich auf praktische Tipps!
Das ist eine sehr gute Frage! Ich beschäftige mich auch gerade mit ähnlichen Themen bei der Planung, habe aber festgestellt, dass eine solide Heizlastberechnung die Grundlage ist.
Für die Pufferspeicher-Größe gibt es tatsächlich mehrere Ansätze: Eine häufig genutzte Faustregel besagt ca. 50 Liter pro kW Heizleistung – bei deinen 8 kW wären das dann 400 Liter. Das liegt genau zwischen den beiden Empfehlungen, die du bekommen hast.
Bei Fußbodenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur ist ein größerer Speicher sogar von Vorteil, weil die WP länger laufen kann, ohne zu takten. Das spart Schaltspiele und verbessert die Effizienz. Ein zu kleiner Speicher führt tatsächlich zum ständigen Ein- und Ausschalten – das kostet echte Energie.
Mein Tipp: Lass dich von einem unabhängigen Planer beraten, der die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 macht. Die 200 Euro Kosten sparen dir später deutlich mehr!