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Wie macht eine Wärmepumpe aus kalter Luft warme Heizung?

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L.Weber39
Beiträge: 36
Themenstarter
(@l-weber39)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#127]

Hallo zusammen,

ich stehe vor einer Heizungsmodernisierung und überlege, ob eine Wärmepumpe das Richtige wäre. Aber ehrlich gesagt verstehe ich das Grundprinzip noch nicht so ganz. Alle reden davon, dass Wärmepumpen auch bei minus 15 Grad noch heizen können - aber wie soll das funktionieren?

Wenn draußen kalt ist, wie kann die Wärmepumpe dann aus dieser kalten Luft warme Heizungsluft machen? Das klingt für mich wie Zauberei. Ich meine, wenn ich einen Ventilator anmache und kalte Luft ansauge, wird die doch auch nicht plötzlich warm?

Kann mir das jemand mal in ganz einfachen Worten erklären? Ohne Fachchinesisch bitte. Nach diesem langen Winter würde ich gerne verstehen, wie das Ding funktioniert, bevor ich so viel Geld investiere.

Danke schon mal!


3 Antworten
TobiasH
Beiträge: 47
(@tobiash)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi L.Weber39,

ist tatsächlich ein bisschen wie Zauberei, aber mit Physik dahinter. Das Geheimnis liegt im Kältemittel und dem Kompressor.

Stell dir vor: Auch bei -15°C ist in der Luft noch Wärme drin (erst bei -273°C wäre absolut keine mehr da). Die WP nutzt ein Kältemittel, das schon bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft. Dieser Dampf wird dann vom Kompressor zusammengepresst - und wenn man Gas zusammenpresst, wird es heiß. So wie bei einer Fahrradpumpe, die warm wird beim Pumpen.

Die heiße Seite gibt dann die Wärme an dein Heizungswasser ab, das Kältemittel kühlt ab und wird wieder flüssig. Dann gehts von vorne los.

Ich hab übrigens letztes Jahr bei der PV-Überschuss Diskussion auch erst richtig verstanden, wie effizient das System ist. Aus 1 kWh Strom machst du 3-4 kWh Wärme.


Antwort
TobiasK87
Beiträge: 51
(@tobiask87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Wie TobiasH schon sagt - das Kältemittel ist der Schlüssel. Ich würd's mal so erklären: Du kennst doch Alkohol? Der siedet schon bei niedrigeren Temperaturen als Wasser. Genauso haben die Kältemittel in WP sehr niedrige Siedepunkte.

Bei -10°C "siedet" das Zeug schon und wird gasförmig. Dann kommt der Verdichter und presst das Gas zusammen - dadurch steigt die Temperatur auf 50-60°C. Diese Hitze wird an dein Heizsystem übertragen.

Wichtig ist aber: Je kälter es wird, desto mehr Strom braucht der Kompressor. Bei sehr tiefen Temperaturen kann die Effizienz schon deutlich sinken. Deshalb haben viele WP auch noch nen E-Heizstab als Backup - hatte ich auch schon mal in nem anderen Thread diskutiert.


Antwort
Marco_88
Beiträge: 56
(@marco_88)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das ist wie ein Kühlschrank, nur rückwärts! Der Kühlschrank pumpt Wärme von innen nach außen, die WP pumpt Wärme von außen nach innen. Funktioniert auch bei Minusgraden super.


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