Hallo zusammen,
ich plane eine neue Wärmepumpe und bin zwischen Split- und Monoblock-System unentschieden. Die technischen Datenblätter hab ich alle durch, aber was bedeutet das praktisch für mich als Hausbesitzer?
Mein Haus ist ein EFH Bj. 1998, gut gedämmt, aktuell noch Gas. Der Heizungstechnik-Keller ist direkt unter dem Wohnzimmer. Die Außeneinheit würde ca. 8m vom Haus entfernt stehen (Nachbarn sind entspannt).
Was ich konkret wissen will: Wie unterscheiden sich die beiden Systeme bei Wartung, Reparaturen und im täglichen Betrieb? Macht es einen Unterschied bei der Lautstärke im Haus? Und wie sieht es mit Kältemittelleitungen aus - kann da was undicht werden?
Nach diesem Winter mit den hohen Gaspreisen bin ich echt motiviert zu wechseln. Die Angebote liegen preislich nur 2.000€ auseinander, deshalb soll die Alltagstauglichkeit entscheiden.
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Kann beide Seiten verstehen, aber aus meiner Erfahrung ist der Unterschied nicht so dramatisch. Hab letztes Jahr ne Monoblock installiert und bin zufrieden.
Was oft übersehen wird: bei Split musst du qualifizierte Kältetechniker für Wartung, bei Monoblock reicht oft der normale Heizungsbauer. Das kann langfristig günstiger werden. Aber dafür ist bei Split die Inneneinheit kompakter.
Mein Tipp: lass dir von beiden Anbietern die genauen Schallwerte für deinen Aufstellort berechnen. Das ist wichtiger als Split vs. Monoblock.
Also ich hab seit 3 Jahren ne Split-Anlage von Mitsubishi und muss sagen: die Kältemittelleitungen sind schon so ein Thema. Bei mir war nach 18 Monaten tatsächlich an einer Lötstelle minimal undicht - hat der Installateur aber schnell gefunden und repariert. Seitdem Ruhe.
Der Vorteil: im Keller ist es wirklich komplett leise, weil ja nur der Hydromodul drin steht. Das war mir wichtig, da mein Heizungskeller unter dem Wohnzimmer liegt. Bei Monoblock hätte ich definitiv Körperschall-Übertragung gehabt.
Wartung ist eigentlich entspannt - die meisten Komponenten sind draußen, da kommt der Techniker ran ohne dass er durch mein Haus muss. Bei meiner Erdwärme-Geschichte damals war das auch ein Pluspunkt.
Da muss ich aber widersprechen, was die Wartung angeht! Bei Split-Systemen hast du zwei Einheiten zu warten statt einer. Die Kältemittelleitungen sind definitiv ein Schwachpunkt - ich seh das beruflich regelmäßig.
Monoblock ist viel simpler: alles in einem Gerät, weniger Verbindungen, weniger potenzielle Leckagen. Ja, die Hydraulikleitungen zum Haus sind dicker, aber die sind harmlos - nur Wasser/Glykol, kein teures Kältemittel.
Zum Thema Lärm: moderne Monoblocks sind heute deutlich leiser als vor ein paar Jahren. In dem Thread neulich hatte ich schon mal erklärt - mit ordentlicher Entkopplung im Keller kriegst du das auch bei Monoblock hin.
Für 2.000€ Aufpreis würde ich definitiv Monoblock nehmen. Einfacher, robuster, weniger Störanfälligkeit.