Hallo zusammen,
ich habe meine Wärmepumpe jetzt knapp 8 Jahre im Betrieb und habe mich immer wieder gefragt, ob ich die Wintermonate optimal nutze. Gerade jetzt im Juli denke ich voraus: Bei uns hier kommt regelmäßig Frost bis -15°C vor, und ich würde gerne mal klären, wie die Pumpe da wirklich tickt.
Aus meiner Erfahrung funktioniert sie auch bei Minusgraden problemlos – habe aber gemerkt, dass die Effizienz deutlich sinkt. Die Defrost-Zyklen fahren sich regelmäßig hoch, das ist völlig normal. Trotzdem sehe ich dann am Stromzähler einen spürbaren Anstieg.
Meine konkreten Fragen: Wie viel Leistung verliert die WP typischerweise pro Grad unter Null? Lohnt sich bei mir ein Hybridmodul nachträglich noch, oder sollte ich die WP einfach alleine machen lassen? Und: Gibt es Tricks bei der Regelung, um den Stromverbrauch in der Frostzeit zu senken, ohne die Heizkomfort zu opfern?
Freue mich auf eure praktischen Erfahrungen!
Gute Frage, Harmut! Ich habe mir das auch angeschaut, als ich die JAZ-Werte über ein Jahr hinweg dokumentiert habe. Bei -15°C rechnet man im Schnitt mit einem COP von etwa 2,0 bis 2,5 – also deutlich unter den Herstellerangaben für 7°C. Das variiert aber stark nach Modell und Hersteller. Bei meinen Vergleichen haben die neueren Daikin-Modelle da besser abgeschnitten als ältere Viessmann-Geräte. Hybrid würde ich dir nur empfehlen, wenn deine Strompreise extrem ansteigen oder du sowieso noch Gas-Infrastruktur hast.
Mein Tipp: Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel einzuholen und nicht nur auf den Preis zu schauen. Achte auf die Leistungszahl und ob der Installateur in deiner Region erfahren ist. Bei mir hat sich das durchaus gelohnt, ein paar Tage mehr zu investieren, um die richtige Anlage zu finden. Angebot vergleichen für Wärmepumpen
Harmut, ich muss da ehrlich sagen: Bei dir mit -15°C würde ich nochmal die Gesamtkosten für Hybrid durchrechnen – nicht nur Effizienz. Wenn du eh nen alten Gaskessel hast, kannst du den parallel laufen lassen und sparst dir den Strompreisschock im Januar. Reine WP bei diesen Temperaturen wird mit steigendem Strompreis immer teurer. Hast du mal deine exakten Heiztage unter -10°C dokumentiert?
Das ist die klassische Frage zur Kostenoptimierung im Winter, Harmut. Aus meiner Sicht: Deine WP läuft bei Frost mit niedrigerem COP, ja. Aber die intelligente Stellgröße ist die Nachtabsenkung und die Vorlauftemperatur-Steuerung nach Außentemp. Ich fahre im Winter bei mir aktiv den Puffer hoch, wenn nachts der Strom billiger wird (falls du einen hast), und nutze die Massenträgheit. Das rechnet sich deutlich eher als Hybrid.