Hallo zusammen,
ich bin Werner, 73 Jahre alt und plane für unsere Eigentumswohnung (90qm, Bj. 1995) eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Die jetzigen Nachtspeicherheizungen sind völlig überholt und im Winter unbezahlbar geworden.
Meine Frau und ich werden im August drei Wochen an der Ostsee sein und wollen danach die Sache angehen. Jetzt im Sommer ist ja noch Zeit für die Planung.
Zur Förderung finde ich aber widersprüchliche Informationen. Manche sagen, für Luft-Luft gibt es gar nichts mehr vom Bund, andere sprechen von KfW-Programmen. Bei der BAFA-Webseite blicke ich ehrlich gesagt nicht durch - da steht viel von "reversiblen Raumklimageräten" aber was das genau bedeutet?
Wir hätten gerne 3-4 Innengeräte (Wohnzimmer, Schlafzimmer, zwei kleinere Räume). Budget wären so um die 8000-10000 Euro, aber wenn es Zuschüsse gibt, könnte man auch höher gehen.
Kann mir jemand erklären, welche Fördermöglichkeiten es 2026 tatsächlich noch für Luft-Luft-Wärmepumpen gibt? Gerne auch Erfahrungen mit den Anträgen.
Vielen Dank!
Hi Werner,
die Förderungslandschaft für Luft-Luft ist leider ziemlich dünn geworden. Seit 2024 gibt es über die BEG keine direkte BAFA-Förderung mehr für reine Klimageräte. Das gilt auch für reversible Systeme, die theoretisch heizen können.
Einzige Ausnahme: Wenn die Luft-Luft-WP nachweislich die einzige Heizung der Wohnung wird und bestimmte Effizienzkriterien erfüllt. Dann könnte theoretisch noch was über die KfW laufen, aber das ist kompliziert und die Konditionen sind deutlich schlechter als bei Luft-Wasser-Systemen.
Mein Tipp: Schaut auch mal bei eurer Stadt/Gemeinde nach. Manche haben eigene Programme für Klimaschutz oder Energiesanierung. Und prüft, ob euer Stromversorger spezielle Tarife für Wärmepumpen anbietet - das kann langfristig mehr bringen als einmalige Zuschüsse.
Für 8-10k Euro bekommt ihr auf jeden Fall ein solides Multisplit-System. Plant aber noch 1-2k für die Installation dazu.
Servus Werner,
bin da etwas skeptisch was die ganzen Fördertöpfe angeht. Hab schon zu oft erlebt, dass am Ende doch nichts dabei rumkommt oder der Papierkram mehr kostet als der Zuschuss bringt.
Mein Rat: Rechnet erstmal ohne Förderung. Bei Nachtspeichern spart ihr so oder so richtig Geld - die Luft-Luft amortisiert sich auch ohne Zuschüsse in 3-4 Jahren.
Ein guter Bekannter hat letztes Jahr für ähnliche Quadratmeter ca. 7500 Euro bezahlt (Mitsubishi, 1+3 Setup). Läuft super und die Stromrechnung ist um 60% runter.
Wichtigster Punkt: Lasst euch mehrere Angebote machen und achtet auf einen seriösen Installateur mit F-Gas-Schein. Da kann man mehr sparen als mit irgendeiner Förderung.
Muss SmartHeat_Tech leider zustimmen - Bundesförderung ist bei Luft-Luft echt mau geworden. Hab mich letztes Jahr auch schlau gemacht, als ich zwischen Gas-Hybrid und WP entschieden hab.
Aber Moment - ihr habt Nachtspeicher? Das ist tatsächlich ein Vorteil! Da die weg sollen, könnte das als "Heizungstausch" gelten. Würde mal bei der KfW direkt anfragen, ob das durchgeht.
Ansonsten: Steuerliche Absetzung über drei Jahre (20% der Kosten) ist auch was wert. Bei 10k sind das immerhin 2000 Euro zurück.
Und checkt eure Hausratversicherung - manche übernehmen Kosten für energetische Modernisierung.