Gute Frage, mit der ich mich auch intensiv beschäftigt habe bevor ich meine Entscheidung getroffen hab. Zum Thema Aufstellung: Das ist tatsächlich der wichtigste Punkt bei R290. Propan ist brennbar und schwerer als Luft – es sammelt sich also im Bodenbereich an wenn es austritt. Deshalb darf die Inneneinheit (Hydromodul) bei vielen Herstellern NICHT in geschlossenen Räumen ohne ausreichende Belüftung aufgestellt werden. Keller ohne direkte Außenbelüftung ist bei den meisten Geräten explizit verboten oder zumindest stark eingeschränkt.
Die Kältemittelmenge ist bei R290-WPs aus Sicherheitsgründen auf maximal 500g (in manchen Installationssituationen auch weniger) begrenzt, was wiederum Einfluss auf die mögliche Leitungslänge zwischen Außen- und Inneneinheit hat.
Zu deiner Sommerfrage: Bei hohen Außentemperaturen und gleichzeitig WW-Bereitung oder Kühlung kann der Hochdruckpressostat ansprechen – das ist aber auch bei R32 der Fall, bei R290 liegen die Drücke aber anders. Ich würd empfehlen das konkrete Datenblatt des Geräts zu lesen und nicht nur Herstellerprospekte.
Da muss ich Marco ein bisschen ergänzen: 'die Hersteller haben das im Griff' stimmt für die Großen, aber ich hab in meiner Straße einen Nachbarn der sich irgendein günstiges Noname-Gerät aus dem Netz bestellt hat das angeblich auch R290 nutzt. Der Installateur hat dann festgestellt dass die Dokumentation so lückenhaft war dass er keine ordentliche Dichtigkeitsprüfung durchführen konnte wie vorgeschrieben.
Ich hab schon über Defrost-Eigenheiten verschiedener Systeme geschrieben (da im Thread) – und meiner Erfahrung nach ist bei brennbaren Kältemitteln die Installationsqualität nochmal wichtiger als sonst. Spar nicht beim Fachbetrieb, das ist bei R290 kein Bereich wo man mit dem günstigsten Angebot gut fährt.