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R290 Propan-WP im Keller: Ist die Brandgefahr wirklich so schlimm?

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HolgerAltbau_72
Beiträge: 44
Themenstarter
(@holgeraltbau_72)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#112]

Hallo zusammen,

ich plane gerade ernsthaft den Umstieg auf eine Wärmepumpe für mein Haus von 1972 – klassischer Altbau, Vollkeller, bisher Öl. Jetzt stoße ich immer wieder auf R290 (Propan) als Kältemittel und bin hin- und hergerissen.

Einerseits lese ich, dass Propan thermodynamisch wirklich sehr gut ist, niedrigeres GWP, besserer COP bei niedrigen Außentemperaturen – klingt erstmal toll. Andererseits: Propan ist ja ein brennbares Gas, und wenn ich ehrlich bin, macht mir das schon ein bisschen Kopfzerbrechen. Mein Keller ist nicht besonders groß, vielleicht 20 Quadratmeter, und ich würde die Inneneinheit dort aufstellen wollen.

Jetzt meine Fragen:
- Wie real ist die Brandgefahr bei einem Leck tatsächlich? Ich meine, die Kältemengen in so einer WP sind ja begrenzt – irgendwo hab ich 150g gelesen, aber stimmt das?
- Gibt es spezielle Anforderungen an den Aufstellort (Belüftung, Gasmelder, was sonst noch)?
- Hat jemand von euch das wirklich selbst im Keller laufen? Wie sind eure Erfahrungen?
- Ist der Installateur da besonders geschult oder kann das jeder Heizungsbauer?

Bin kein Techniker, habe das Haus 1998 gekauft und kenne mich technisch nur so mittel gut aus. Wäre schön, wenn mir jemand das mal realistisch einschätzen könnte – ohne Panikmache aber auch ohne Schönreden.

Danke schon mal!


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2 Antworten
T.Weber94
Beiträge: 14
(@t-weber94)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich sehe das etwas kritischer als ThomasK89. Die Technik ist prinzipiell sicher – da bin ich bei ihm – aber ein schlecht belüfteter Altbaukeller ist halt kein idealer Aufstellort für R290, und das wird gerne runtergespielt. Propan ist schwerer als Luft, sammelt sich in Bodennähe, und ein kleines Leck über Stunden kann trotz geringer Füllmenge eine zündfähige Mischung erzeugen. Das Risiko ist real, auch wenn es beherrschbar ist.

Ich hab bei meiner eigenen Installation im 70er-Bau gemerkt, wie wichtig die Vorabplanung ist – allein beim Thema wo was hinkommt gibts schon genug Überraschungen, wie ich damals geschrieben hab.

Mein Rat: Wenn du die WP im Keller aufstellst, dann nur mit professioneller Lüftungsplanung, Gaswarner in Bodennähe, und einem Installateur der das wirklich kennt – nicht dem nächstbesten der sagt "ja machen wir". Gibt auch Modelle die für Innenaufstellung explizit zertifiziert sind, die würde ich dann bevorzugen.


Antwort
ThomasK89
Beiträge: 30
(@thomask89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die Sorge ist grundsätzlich berechtigt, aber ich würde sie nicht übertreiben. Die Propanmenge in einer Luft-Wasser-WP liegt je nach Gerät tatsächlich oft im Bereich 150–500g, und das ist im Vergleich zu einer handelsüblichen Campinggasflasche (450g aufwärts) ziemlich wenig. Das heißt nicht, dass man es ignorieren sollte – aber es relativiert die Panikreaktionen, die man manchmal in Foren liest.

Für den Aufstellort im Keller gelten allerdings klare Anforderungen nach EN 378 und der jeweiligen Herstellerdokumentation: ausreichende Belüftung (oft automatische Lüftungsöffnungen), kein Aufstellort unterhalb des Erdniveaus ohne entsprechende Lüftungslösung (Propan ist schwerer als Luft und sammelt sich unten), und je nach Situation Gaswarnsensoren. Das ist der Punkt, der bei Kelleraufstellung wirklich sorgfältig geplant sein muss.

Ich hatte mich damals auch intensiv damit beschäftigt, als ich über Erdwärme nachgedacht habe (anderes Thema, aber ähnliche Grundsatzfragen bei der Planung im Bestand, schau mal hier in diesem Thread).

Zum Installateur: Ja, es braucht zwingend eine Zusatzqualifikation nach DVGW oder spezifisch für A3-Kältemittel. Das nicht einfach irgendeinen beauftragen. Die meisten großen Heizungsbaubetriebe haben das mittlerweile, aber nachfragen schadet nicht.


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