Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Wärmepumpe ins Smart Home zu integrieren und möchte da auch Geräuschentwicklung monitoren. Dabei bin ich auf eine Frage gestoßen, die ich nirgends wirklich beantwortet bekomme:
Welche Lautstärke ist bei einem Verdichter im Sommer eigentlich normal? Meine Anlage läuft derzeit im Kühlmodus und macht teilweise deutlich andere Geräusche als im Winter beim Heizen. Der eine Installateur sagt mir, das sei völlig normal, weil die Drücke anders sind. Der andere meint, ich sollte das checken lassen.
Mich interessiert weniger die dB-Zahl (die findet man überall), sondern: Wie erkenne ich als Nutzer praktisch, ob mein Verdichter gerade noch im grünen Bereich läuft oder ob sich da was anbahnt? Gibt es Unterschiede zwischen Inverter- und Festdrehzahl-Verdichtern?
Und wichtig für meine Planung: Sollte ich eine Smart-Home-Regel bauen, die mich warnt, wenn die Geräuschcharakteristik sich ändert? Oder ist das Overkill?
Danke für ehrliche Erfahrungen!
Guter Punkt mit der Geräuschdiagnose. Nach 3 Jahren Betrieb würde ich dir sagen: Das Wichtigste ist nicht die absolute Lautstärke, sondern dass du *deine* Anlage kennst. Meine Luft-Wasser-WP macht im Sommer beim Kühlen tatsächlich andere Geräusche – das liegt daran, dass der Verdichter mit höheren Drücken arbeitet und die Ventilatoren oft schneller laufen.
Was ich gelernt habe: Normales Summen oder Brummen ist OK. Problematisch wird's, wenn plötzlich Klopfen, Pfeifen oder Rattern auftritt – das deutet auf Druckprobleme oder Verschleiß hin. Bei Invertern merkt man auch, dass die Drehzahl hochfährt, bevor's lauter wird.
Für dein Smart-Home: Ehrlich gesagt halte ich eine automatische Geräuscherkennung für Overkill. Besser: Regelmäßig selbst zuhören und COP beobachten. Wenn der COP plötzlich sinkt *und* die Geräusche ändern, dann wird's ernst. Das sehe ich als aussagekräftiger an als nur Sound. Hol dir den Wartungsplan von deinem Installer – der sollte das kontrollieren.