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Spitzenlastausgleich MFH: Wärmepumpen-Betrieb bei Stromverteilkonfikten

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Klaus-Weber
Beiträge: 36
Themenstarter
(@klaus-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#202]

Guten Tag zusammen,

ich plane gerade die Wärmepumpen-Integration für ein viergeschossiges MFH mit 16 Wohneinheiten. Das Gebäude bekommt eine zentrale Luft-Wasser-WP (ca. 40 kW) für die Heizung und das Warmwasser. Das Problem: Die vorhandene Stromeinspeisung ist auf 3x63A begrenzt – für den reinen WP-Betrieb im Winter kein großes Thema, aber sobald mehrere Wohneinheiten gleichzeitig laden (E-Autos, Wärmestab) oder die WP auch noch das Warmwasser hochfahren soll, droht eine Überlastung.

Meine Frage: Wie könnte man ein sauberes Lastmanagement umsetzen, das die Wärmepumpe bevorzugt lädt, aber auch die Haushaltsstromkreise und Ladesäulen fair berücksichtigt? Braucht man hier zwingend ein EMS mit intelligenter Priorisierung, oder reichen Schaltzeiten und ein größerer Pufferspeicher?

Ich bin skeptisch gegenüber pauschalen "Plug-and-Play"-Lösungen – zu viele Installationen, die ich gesehen habe, waren über- oder unterdimensioniert. Was hat sich in der Praxis bewährt?


2 Antworten
H.Bergmann
Beiträge: 1
(@h-bergmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Klaus, gute Frage. Ich habe in meinem Haus (nur EFH, klar) ähnliche Gedanken gehabt. Meine Erfahrung: Ein Pufferspeicher von mindestens 500–800 Litern hilft sehr, wenn man die WP in den Zeiten mit weniger Stromkonsum laden kann. Im MFH würde ich zusätzlich ein einfaches Schichtladeprogramm empfehlen – die WP bevorzugt nachts oder früh morgens, dafür dann mit voller Leistung.

Bei 16 Einheiten sollte man aber ehrlich sagen: Ohne EMS wird das kompliziert. Nicht weil es unmöglich ist, sondern weil die manuelle Koordination stressig wird. Vielleicht hilft dir mein früherer Thread zum virtuellen Kraftwerk – dort hatte ich auch über Lastverschiebung geschrieben.

Mein Tipp: Hol dir mindestens 3-4 Angebote von verschiedenen Installateuren ein, bevor du dich entscheidest. Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, die Preise unterscheiden sich teilweise erheblich bei gleicher Leistung. Auch lohnt sich ein Blick auf die Förderung - da lässt sich oft noch was rausholen! Angebot vergleichen für Wärmepumpen


Antwort
S.Richter
Beiträge: 68
(@s-richter)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das Thema kenne ich gut. Bei solchen Konstellationen empfehle ich immer: Erst die maximale gleichzeitige Last berechnen, nicht die Summe aller Lasten. Bei 16 EFH ist die Quote der gleichzeitigen Nutzung deutlich unter 100 % – realistisch eher 30–40 %. Dann kann man dimensionieren. Ein EMS hilft bei der Optimierung des Stromverbrauchs, ist aber nicht zwingend für die Funktion. Wichtiger: Ein großzügig dimensionierter Pufferspeicher (1000 L wäre nicht übertrieben) und eine Regellogik, die die WP in Schwachlastzeiten bevorzugt. Das spart auch Schaltungen und ist ausfallsicherer.


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