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Pufferspeicher für WP: Wie berechne ich das Volumen wirklich richtig?

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Klaus_195219
Beiträge: 41
Themenstarter
(@klaus_195219)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#107]

Hallo zusammen,

ich plane gerade in der ruhigen Sommerzeit meine Heizungsanlage für den nächsten Winter und komme beim Thema Pufferspeicher nicht weiter. Ich habe eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 8 kW Heizleistung und ein Einfamilienhaus mit ca. 160 qm Wohnfläche, Baujahr 1998, schon etwas gedämmt aber kein Neubau.

Mein Installateur hat mir einen 200-Liter-Pufferspeicher empfohlen, mein Nachbar schwört auf seine 400 Liter und sagt, alles drunter sei Unsinn. Dann hab ich im Netz gelesen, dass zu große Puffer bei modulierenden WPs sogar schlechter sein können, weil die WP dann seltener läuft und der COP leidet. Jetzt bin ich komplett verwirrt.

Wie geht man das eigentlich systematisch an? Gibt es eine Faustregel für Liter pro kW Heizleistung, oder hängt das eher von der Mindestlaufzeit der WP ab? Und was ist mit der Trinkwarmwasserbereitung – braucht das einen eigenen Speicher oder kann das mit dem Puffer kombiniert werden?

Ich frage jetzt im Juni, weil ich die Umrüstung in Ruhe planen und eventuell noch vor September umsetzen möchte, bevor es wieder kühler wird. Für eure Erfahrungen wäre ich sehr dankbar!


8 Antworten
L.Weber
Beiträge: 48
(@l-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz ergänzt zum Thema Trinkwarmwasser: Kombispeicher können funktionieren, aber ich würd persönlich immer zu getrennten Speichern raten. Die thermische Schichtung leidet im Kombispeicher erheblich, und das hat direkte Auswirkungen auf den COP – genau das Thema hab ich damals im COP und SCOP Werte - was bedeuten diese Begriffe Thread mal ausführlicher beleuchtet. Getrenntes System ist mehr Aufwand bei der Installation, zahlt sich aber über die Jahre aus.


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ThomasBreuer
Beiträge: 7
(@thomasbreuer)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da möcht ich HelmutK recht geben, aber noch einen Aspekt ergänzen: Im Sommer, wenn du kein oder kaum Heizen brauchst und nur Warmwasser erzeugst, ändert sich die Puffer-Logik komplett. Dann lohnt sich ein gut dimensionierter WW-Speicher deutlich mehr als ein großer Pufferspeicher.

Ich hab das bei meinem Altbau-Projekt (70er-Jahre-Haus, Hybrid-Lösung) so gemacht: kleinerer Puffer für die Heizung, separater 200-L-WW-Speicher. Im Sommer läuft die WP nur für Warmwasser und das passt gut. Vielleicht überlegst du das auch – gerade wenn du ohnehin umbaust, lieber gleich die richtige Architektur anlegen als später nochmal aufreißen.


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L.Weber60
Beiträge: 42
(@l-weber60)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich hab das bei mir anders gelöst und bin damit zufrieden. Wir haben keinen Pufferspeicher im klassischen Sinne, sondern nutzen die Fußbodenheizung selbst als Wärmespeicher – die Betonmasse reicht als Puffer völlig aus. Ob das bei dir auch geht, hängt natürlich davon ab ob du FBH oder Heizkörper hast, das hast du leider nicht geschrieben.

Bei Heizkörpern sieht die Sache anders aus, da kommt man am Puffer meist nicht vorbei. Aber ich find, der Installateur sollte das anhand eurer konkreten Anlage durchrechnen und nicht einfach eine Standardgröße hinwerfen. Ich hatte nämlich mal das Erlebnis mit verschiedenen Installateuren (5 Installateure – einer besteht auf Hausbesuch) – da gingen die Meinungen auch weit auseinander. Lass dir die Berechnung auf jeden Fall schriftlich geben!


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WasserWP-Klaus74
Beiträge: 40
(@wasserwp-klaus74)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich würd noch auf einen Punkt hinweisen, der hier noch nicht kam: die Aufstellfläche und der Platzbedarf. Klingt trivial, aber ich hab bei meiner Planung (ich erinnere mich an den Hausbesuch-Thread damals, da wurde ja genau das diskutiert) festgestellt dass viele Heizungsräume gar nicht für zwei große Speicher ausgelegt sind.

Wenn du einen 400-L-Puffer plus 200-L-WW-Speicher planst, schau dir unbedingt vorher an ob das räumlich passt – inklusive der nötigen Abstände für Wartung und Anschlüsse. Ein 200-L-Puffer dagegen fügt sich in die meisten Heizungskeller problemlos ein. Und nochmal zum Thema Urlaubszeit: Wenn du die Umrüstung bis September willst, musst du jetzt Handwerkertermine sichern – die sind im Sommer 2026 genauso ausgebucht wie in den Vorjahren.


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