Hallo zusammen,
ich stell die Frage mal provokativ, weil mich die üblichen Antworten nicht überzeugen: Im August habe ich reichlich PV-Überschuss. Meine Luft-WP kann theoretisch den Pufferspeicher laden, um Warmwasser zu bereiten. Aber ist das wirklich effizient?
Mein Problem: Im Sommer brauche ich deutlich weniger Heizwärme, und selbst Warmwasser ist bei 20–25°C Außentemperatur mit einem durchschnittlichen Haushalt schnell aus der Leitung weg. Wenn ich die WP jetzt zwinge, einen 200-Liter-Pufferspeicher auf 55°C hochzufahren, nur um den PV-Überschuss zu nutzen, verliere ich unterwegs doch erheblich Energie durch Speicherverluste. Das Ding sitzt ungedämmt im Keller.
Ist da nicht die ehrliche Antwort: Im August sollte ich den Überschuss einfach ins Netz einspeisen statt ihn mit Wirkungsgrad-Verlust zu "zwangsverbrauchen"? Oder übersehe ich etwas bei der Gesamtkalkulation?
Freue mich auf realistische Erfahrungen, nicht auf Theorie aus Verkäufermundern.
Ich bin da eher bei dir, Matthias. Bei meiner Kostenanalyse für den Altbau kam raus: Im August mit Außentemp über 20°C ist der COP der WP so hoch, dass selbst die Speicherverluste relativ klein sind – aber trotzdem fahr ich fahren lieber wirtschaftlich: Warmwasser wird im Sommer oft einfach über den Frischwassersystem oder einen sehr kleinen Boiler gelöst, nicht über den großen Pufferspeicher.
Die Frage ist also auch: Brauchst du überhaupt Heizwasser im August? Wenn nicht, dann ist dein Gedanke völlig richtig – Einspeisen statt laden. Nur mit guter Warmwasseranbindung macht das Sinn.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn ich mir mehrere Angebote von verschiedenen Installateuren hole und die dann in Ruhe vergleiche. Wichtig ist, dass du nicht nur auf den Preis schaust, sondern auch auf die Leistungszahl und die Garantiebedingungen. Dann bekommst du wirklich ein fairen Überblick, was in deiner Situation passt. Angebot vergleichen für Wärmepumpen