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PV-Anlage 12 kWp vorhanden - welche WP maximiert Eigenverbrauch?

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Thomas-Krger
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(@thomas-krger)
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Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#23]

Hallo zusammen,

wir haben seit 3 Jahren eine 12 kWp PV-Anlage auf dem Dach (Ost-West-Ausrichtung) und speisen noch viel ins Netz ein. Jetzt wollen wir endlich unsere alte Ölheizung gegen eine Wärmepumpe tauschen.

Das Haus ist von 1995, gut gedämmt, ca. 150qm Wohnfläche. Heizkörper sind schon auf Niedertemperatur ausgelegt. Der Energieberater meint, wir bräuchten etwa 8-10 kW Heizlast.

Meine Frage: Welche Wärmepumpe nutzt den PV-Strom am effizientesten? Ich denke an eine Luft-Wasser-WP, aber welcher Hersteller hat die beste Regelung für PV-Überschuss? Sollte ich zusätzlich einen Batteriespeicher einplanen oder reicht ein Pufferspeicher?

Bisher produzieren wir im Sommer etwa 800-900 kWh/Monat, verbrauchen aber nur 300 kWh. Diese Differenz könnte die WP doch super nutzen, oder? Gerade jetzt im Juni läuft die PV-Anlage auf Hochtouren.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Welche Kombination PV + WP funktioniert bei euch gut?

Danke für eure Tipps!
Thomas


3 Antworten
Werner69
Beiträge: 31
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(@werner69)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Also ich bin ja etwas skeptisch bei der ganzen PV-Optimierung. Klar, klingt toll in der Theorie, aber in der Praxis?

Erstens: Die WP braucht im Sommer eh kaum Strom, nur für Warmwasser. Da reden wir von vielleicht 50-80 kWh/Monat. Im Winter, wenn du die WP wirklich brauchst, liefert die PV aber fast nix.

Zweitens: Diese ganzen "intelligenten" Steuerungen sind oft noch Kinderkrankheiten unterworfen. Ich erlebe in meiner Praxis immer wieder, dass Systeme nicht richtig miteinander reden.

Mein Rat: Nimm eine solide, bewährte WP ohne Schnickschnack. Mitsubishi Ecodan oder Panasonic Aquarea zum Beispiel. Lass die erstmal vernünftig laufen, bevor du an PV-Optimierung denkst.

Und ehrlich: Bei den aktuellen Strompreisen lohnt sich das ganze Gedöns oft nicht mal.


Antwort
TobiasH
Beiträge: 32
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(@tobiash)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Bei der PV-WP-Kombination solltest du auch an die Zukunft denken. Falls du später mal auf Kühlung umrüsten willst (wird ja immer heißer), dann nimm eine reversible WP.

Ich hab gute Erfahrungen mit Daikin Altherma gemacht - die haben eine sehr gute App-Steuerung und können über Modbus perfekt mit PV-Systemen kommunizieren. Die Smart Grid Funktion arbeitet in 4 Stufen und kann den Speicher gezielt überhitzen wenn PV-Überschuss da ist.

Ein Tipp: Schau dir auch mal Viessmann Vitocal an. Die haben seit kurzem eine AI-Funktion die Wetterprognose und PV-Ertrag zusammen auswertet. Kostet aber auch entsprechend mehr.

800-900 kWh im Juni sind schon ordentlich! Da solltest du locker 200-300 kWh für die WP abzweigen können.


Antwort
Marc_85
Beiträge: 22
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(@marc_85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hi Thomas,

gute Ausgangslage mit der PV-Anlage! Bei mir läuft seit 2 Jahren eine Vaillant aroTHERM plus mit 10 kW und 9,6 kWp PV - funktioniert super zusammen.

Wichtig ist eine WP mit Smart Grid Ready (SG Ready) Schnittstelle. Damit kann sie PV-Überschuss erkennen und gezielt den Pufferspeicher aufheizen. Ich hab einen 300L Speicher und der reicht locker für die Nacht.

Batteriespeicher würd ich erstmal weglassen - ist noch zu teuer und die WP fungiert quasi als thermischer Speicher. Wichtiger ist ein Energiemanagementsystem wie SMA Sunny Home Manager oder ähnliches.

Bei meinem ersten BAFA-Antrag hatte ich auch erstmal nur an die WP gedacht, aber die PV-Optimierung bringt richtig was!

Mein Eigenverbrauch ist von 30% auf über 60% gestiegen. Gerade jetzt im Sommer, wo eh wenig geheizt wird, läuft die WP trotzdem für Warmwasser.


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