Hallo zusammen,
sitze gerade im Garten und plane für den Herbst den Umbau meines Hauses von 1973. Die alte Gastherme muss raus und eine Wärmepumpe soll rein. Jetzt grübele ich über die vorhandenen Heizkörper.
Die sind noch original aus den 70ern, ziemlich kompakt und waren für 70-75 Grad Vorlauftemperatur ausgelegt. Mein Heizungsinstallateur meint, das wird knapp mit der WP-Effizienz. Andererseits bedeutet kompletter Heizkörpertausch nochmal richtig Aufwand und Kosten.
Hat jemand von euch Erfahrungen damit gemacht? Lohnt sich der Aufwand oder kann man auch mit den alten Heizkörpern bei niedrigeren Vorlauftemperaturen vernünftig heizen? Das Haus ist teilweise gedämmt (Dach und Fenster erneuert), aber die Außenwände sind noch original.
Würde mich über eure praktischen Erfahrungen freuen, besonders wenn ihr auch so ein 70er Jahre Haus habt. Die Theorie kenne ich mittlerweile, aber wie sieht's in der Praxis aus?
Viele Grüße
Kann ich aus eigener Erfahrung beantworten - hatte vor zwei Jahren genau die gleiche Situation bei meinem 80er Jahre Haus. Habe zunächst versucht, die alten Heizkörper zu behalten und nur die größeren gegen etwas großflächigere zu tauschen.
Das funktioniert durchaus, aber mit Einschränkungen. Bei Außentemperaturen unter -5°C musste ich teilweise auf 50-55 Grad Vorlauf gehen, was die Effizienz deutlich verschlechtert. In den Übergangszeiten läuft's aber gut mit 40-45 Grad.
Mein Tipp: Erstmal nur die Heizkörper in den kritischen Räumen (meist Schlaf- und Kinderzimmer) gegen größere tauschen. Das ist überschaubar und bringt schon viel. Hatte auch mal über Pufferspeicher geschrieben - das könnte bei deiner Konstellation auch helfen, die Spitzen abzufangen.
Kompletter Tausch wäre natürlich optimal, aber muss nicht sein wenn das Budget knapp ist.