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Gas-Brennwert + WP Hybrid im Bestand: Rechnet sich das wirklich?

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Stefan89
Beiträge: 27
Themenstarter
(@stefan89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#21]

Moin zusammen,

wir planen gerade die Heizungsmodernisierung in unserem 80er Jahre Haus (ca. 180qm, teilweise gedämmt). Aktuell noch alte Öl-Heizung die definitiv weg muss.

Unser Heizungsbauer schlägt eine Hybrid-Lösung vor: Luft-Wasser-WP für die Grundlast + Gas-Brennwert für die Spitzenlast. Seine Argumentation: "Im Bestand ist das viel wirtschaftlicher als eine reine WP, die dann überdimensioniert werden müsste."

Aber stimmt das wirklich? Ich lese hier immer wieder von Neubauten wo direkt auf reine WP gesetzt wird. Klar, die haben bessere Dämmung, aber der Mehraufwand mit zwei Systemen macht mich schon stutzig.

Nun im Sommer ist ja perfekte Planungszeit - wir wollen spätestens im Herbst anfangen. Die Gasleitung liegt schon, müsste also nicht neu verlegt werden. Förderung gibt's wohl für beide Varianten, aber in unterschiedlicher Höhe.

Was sind eure Erfahrungen? Lohnt sich der Aufwand mit zwei Heizsystemen oder sollte man direkt auf reine WP setzen und lieber mehr in Dämmung investieren? Bei den aktuellen Energiepreisen ist ja auch die Frage was langfristig günstiger ist...


3 Antworten
L.Fischer
Beiträge: 34
(@l-fischer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hybrid ist meistens Quatsch wenn man ehrlich rechnet.

Der Heizungsbauer will halt beide Systeme verkaufen - doppelter Umsatz. Die Wartungskosten allein... WP braucht praktisch keine, Gas-Brennwert jährlich plus Schornsteinfeger.

Investiert lieber das Geld in ordentliche Dämmung und eine gut dimensionierte WP. Langfristig fahrt ihr besser.


Antwort
L.Weber39
Beiträge: 22
(@l-weber39)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo Stefan,

aus meiner Sicht ist das eine sehr individuelle Entscheidung. Bei meinem Neubau-Projekt war die reine WP-Lösung klar, aber im Bestand sieht es anders aus.

Bei eurem 80er Jahre Haus würde ich erstmal den Wärmebedarf genau berechnen lassen. Wenn die WP alleine sehr groß dimensioniert werden müsste, kann die Hybrid-Lösung durchaus sinnvoll sein. Gerade an den wenigen richtig kalten Tagen springt dann der Gas-Brennwert ein und die WP läuft effizienter.

Wichtig: Schaut euch die Vorlauftemperaturen an. Falls ihr noch alte Heizkörper habt die hohe VL-Temperaturen brauchen, wird eine reine WP sehr ineffizient. Da ist Gas für die Spitzenlast oft wirtschaftlicher.

Aber: Wartung und Schornsteinfeger kommen dazu, plus ihr seid weiter vom Gas abhängig. Das solltet ihr bei der langfristigen Planung mitdenken.


Antwort
Marcus89
Beiträge: 32
(@marcus89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Muss L.Fischer da widersprechen - so pauschal kann man das nicht sagen. Kommt wirklich auf die Gegebenheiten an.

Bei unserem Projekt hatte ich ähnliche Überlegungen und habe verschiedene Varianten durchgerechnet. Die Investitionskosten sind bei Hybrid zwar höher, aber wenn die Alternative eine überdimensionierte WP mit schlechter JAZ ist...

Wichtige Punkte:
- Wie ist der Sanierungsstand? Fenster, Dämmung?
- Welche Heizkörper sind vorhanden?
- Wie sehen die Heizlasten in den Spitzenzeiten aus?

Ohne diese Infos ist jede Empfehlung Kaffeesatz-Leserei. Lass dir von 2-3 Firmen Berechnungen machen und vergleich die Gesamtkosten über 20 Jahre. Nur so kriegst du eine belastbare Entscheidungsgrundlage.


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