Guten Tag zusammen,
ich möchte ein Thema aufgreifen, das mir in meinen Beratungen immer wieder begegnet: die ehrliche Berechnung der Betriebskosten nach dem ersten kompletten Heizjahr. Nicht die Werbeversprechungen der Hersteller, sondern die tatsächlichen Ausgaben.
Bei meiner Arbeit mit Heizlastberechnungen stelle ich immer wieder fest, dass die prognostizierten JAZ-Werte und die realen Stromrechnungen erheblich auseinandergehen. Mich interessiert daher: Wie sieht es bei euch aus?
Konkret würde ich gerne wissen:
- Welcher Wärmepumpentyp (Luft-Wasser, Sole, Wasser-Wasser)?
- Baujahr und Zustand des Hauses?
- Wie war eure Heizlastberechnung dokumentiert?
- Strompreis pro kWh damals vs. jetzt?
- Gesamtstromverbrauch für Heizung und Warmwasser im ersten Jahr?
- Wurden zusätzliche Komponenten wie Pufferspeicher, PV oder Smart-Home-Steuerung installiert?
Mich reizt vor allem die Frage, wie sehr die tatsächlichen Betriebskosten von den Planungswerten abweichen und welche Faktoren dafür verantwortlich sind. Freue mich auf eure Erfahrungsberichte.
Hallo Werner,
danke für diese präzise Frage – genau das braucht es! Ich bin noch mitten in der Planungsphase meines Neubaus und habe mich wie hier erwähnt in einem anderen Thread schon mit Wasser-Wasser-WP-Herstellern auseinandergesetzt. Für einen Neubau sind eure eingespielten Erfahrungswerte zur realen Kostenentwicklung Gold wert. Bei mir wird es eine WW-WP, und die Heizlastberechnung ist schon fertig – aber ob die späteren Stromkosten wirklich zu den Prognosen passen, kann ich erst nach einem Jahr sehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn hier Nutzer mit mehrjähriger Erfahrung berichten könnten, besonders wie sich Strompreiserhöhungen auf die Kosteneffizienz auswirken. Das hilft mir enorm bei der Kalkulation.