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[Gelöst] Online-Heizlastrechner im Vergleich: Wie genau sind sie?

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Matthias B.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@matthias-berger)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#241]

Hallo zusammen,

ice plane gerade die Dimensionierung einer Luft-Wasser-WP für mein Projekt und teste derzeit verschiedene Online-Heizlastrechner. Dabei sind mir erhebliche Abweichungen aufgefallen – je nach Tool schwanken die Ergebnisse um bis zu 25%, was bei der späteren COP-Optimierung und der Speicherintegration kritisch wird.

Meine Frage: Wie verlässlich sind diese Online-Tools wirklich, und wo genau liegen die Schwachstellen? Nutzt ihr solche Rechner als erste Orientierung oder nur als Sanity-Check? Mich interessiert besonders, wie die Tools die Regelcharakteristik und den Verdichter-Teillastbetrieb berücksichtigen – oder eben nicht.

Hintergrund: Ich plane mit einer intelligenten Batteriespeicher-Integration zu arbeiten, um die Verdichter-Laufzeiten zu optimieren. Eine präzise Heizlastberechnung ist dafür essentiell. Für einen Bestandsbau (90er Jahre, teilweise gedämmt) habe ich bislang nur grobe Kennwerte – keine Detailpläne. Macht es Sinn, trotzdem mit einem Online-Tool zu starten, oder sollte ich direkt die DIN EN 12831 zu Fuß durchrechnen?

Auch interessiert: Berücksichtigen die Tools überhaupt modern berechnete Kältemittel-Eigenschaften (R32, R290), oder rechnen sie noch mit alten Referenzwerten?

Danke für eure Erfahrungen!


1 Antwort
Stefan K.
Beiträge: 28
(@stefan-koch)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Matthias B., gute Frage! Bei meinen Erfahrungen mit Online-Rechnern muss ich ehrlich sagen: sie sind maximal erste Orientierung. Die 25% Schwankung, die du beobachtest, ist realistisch – viele Tools ignorieren regional spezifische Parameter und rechnen zu pauschal.

Für dein Projekt mit Batteriespeicher-Integration würde ich trotzdem nicht direkt zur DIN greifen, sondern einen Mittelweg gehen: Nutze 2-3 verschiedene Online-Tools als Sanity-Check, aber lass dann einen lokalen Fachmann mit Wärmebildkamera rübergehen. Gerade bei 90er-Jahren-Bestandsbau ist das Raten zu riskant.

Zur Teillast und Regelcharakteristik: Das ist genau das Schwachsinnige – fast kein Gratis-Tool bildet das realistisch ab. Die meisten rechnen auf Auslegungspunkt hin, nicht auf Jahresoptimierung. Beim Speicher-Gedanke wird das zum Problem.

Mit R32/R290: Das ist eher Kosmetik bei der Heizlastberechnung selbst, aber korrekt, dass viele Tools das ignorieren.

Mein Tipp: Lass einen Energieberater mit akkreditiertem Tool ran – kostet was, spart dir aber später echtes Geld bei der Speicher-Dimensionierung.


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